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Rathaus Nachrichten

02.06.2004

Stolpersteine in Zwickau - Gegen das VergessenEine Aktion am 2.6.04 zu den "Tagen der Demokratie und Toleranz"

Stolpersteine in Zwickau - Gegen das VergessenEine Aktion am 2.6.04 zu den "Tagen der Demokratie und Toleranz"

30. Mai bis 12. Juni 2004 Tage der Demokratie und ToleranzInitiator: Bündnis für Demokratie und Toleranz ZwickauSchirmherren: Oberbürgermeister Dietmar Vettermann und Christian Otto, Landrat des Landkreises Zwickauer Land

Eine von hoher Emotionalität begleitete Veranstaltung im Verlauf der Tage der Demokratie ist die Aktion "Stolpersteine", die in diesem Jahr zum zweiten Mal in Zwickau stattfindet. "Stolpersteine" - das sind 10 mal 10 mal 10 cm große Pflastersteine, auf deren Oberfläche eine Messingplatte die Namen und Lebensdaten einzelner Holocaustopfer graviert sind. Diese Mahnsteine, über die Passanten im übertragenen Sinne "stolpern" sollen, werden auf den Gehsteigen vor den ehemaligen Wohnhäusern dieser Menschen gelegt. Insgesamt 2.000 Stolpersteine vor ehemaligen Wohnhäusern der Opfer des NS-Regimes gibt es inzwischen in deutschen Städten. Sie wurden seit 1995 von ihrem Ideengeber und Schöpfer, dem Kölner Künstler Gunter Demnig, verlegt.

Die erste Aktion "Stolpersteine" in Zwickau und damit auch eine Premiere für Ostdeutschland fand am 16. Juni 2003 statt. Gemeinsam mit Gunter Demnig verlegten Gymnasiasten die sieben von Schülern und Lehrern des Gymnasiums finanzierte Stolpersteine auf Gehwegen unserer Stadt und einen in Schneeberg. Diese sehr persönlichen kleinen Denkmale erinnern an die ermordeten Frauen, Kinder und Männer, die einst in Zwickau lebten. Den Angehörigen der Opfer des NS-Regimes gaben und geben sie die Möglichkeit, Abschied zu nehmen, denn die Grabstellen der meisten Ermordeten sind nicht lokalisiert. Im vergangenen Jahr begleiteten 14 Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe "Geschichte" des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums eine vor dem Zwickauer Rathaus stattfindende Gedenkveranstaltung mit Standbildern, erarbeitet mit dem Theaterpädagogen Johannes Beissel.

In diesem Jahr beteiligen sich nun 28 junge Leute an dem Projekt. Mit von ihnen selbst entwickelten Standbildern werden in der kommenden Woche, am Mittwoch, dem 2. Juni 2004, zeitgleich an fünf Standorten in der Emilienstraße, am Dr.-Friedrichs-Ring und der Leipziger Straße 15 weitere durch Spenden finanzierte Stolpersteine enthüllt. Am Standort Bahnhofstraße findet um 15 Uhr eine kleine Gedenkfeier statt.

Bereits lange vor dem Projekt "Stolpersteine in Zwickau" hatten Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe Geschichte unter Leitung ihrer sehr engagierten Geschichtslehrerin Dorit Seichter begonnen, Einzelheiten der Schicksale ehemaliger Zwickauer Juden zu recherchieren. Ines Pschera, bis zum Schulabschluss AG-Mitstreiterin und Schülerin des Gymnasiums, gab dann seinerzeit den entscheidenden Anstoß für die "Stolperstein"-Aktion. Die ehemalige Schülerin hatte während einer Zugfahrt in der Zeitschrift der Deutschen Bahn einen Beitrag über den Kölner Künstler Gunter Demnig gelesen.Veranstaltungen im Überblick

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Letzte Änderung: 23.07.2008 | *eSignatur