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Rathaus Nachrichten
11.04.2012
RESPEKT! 10. Tage der Demokratie und Toleranz
Fachtagung zu „Rechtsextremismus 2.0 12" am 17./18. April
Bereits zum zehnten Mal finden vom 16. April an die Tage der Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region statt. Bis 27. April können 41 Veranstaltungen besucht werden - zehn mehr als im vergangenen Jahr, als rund 2.400 Interessierte teilgenommen hatten. Erstmals in diesem Jahr laden die Veranstalter zu einer Fachtagung mit dem Titel „Rechtsextremismus 2.0 12 - Eine Gefahr für unsere Demokratie!?" ein.
Diese richtet sich insbesondere an Vertreter aus Politik und Verwaltung, von Polizei und aus dem schulischen Bereich. Wie Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß, Alt-OB Rainer Eichhorn, Bündniskoordinatorin Sabine Hietzke und der Geschäftsführer des Alten Gasometer e. V., Mario Zenner, bereits am 26. März in einem Pressegespräch informierten, sei nicht nur die Anzahl der Veranstaltungen gestiegen. Speziell für Schulen seien Angebote entwickelt worden, was sich insbesondere in elf Programmpunkten widerspiegle, die an und für Schulen stattfänden. Rainer Eichhorn, Mitglied des Beirates des Bündnisses für Demokratie betonte insbesondere die Breite der Veranstaltungen, die auch den vielen aktiv beteiligten Partnern zu verdanken sei. So würden 19-mal allgemeine Themen behandelt, sechsmal stünde die DDR-Geschichte im Mittelpunkt und im Rahmen von 16 Terminen würde man sich mit der Nazi-Vergangenheit bzw. dem Rechtsextremismus auseinandersetzen. Die Palette reiche von Sport und Kabarett über Vorträge und Lesungen bis hin zur Vorführung von Filmen oder einer Gebetsnacht. Eröffnet werden die Tage für Demokratie und Toleranz, die unter dem Titel „RESPEKT!" stehen, am 16. April um 17 Uhr im Rathaus. Mit der Fachtagung, zu der Ministerpräsident Stanislaw Tillich ein Grußwort sprechen wird, möchten die Veranstalter rechtsextreme Erscheinungsformen und Entwicklungen beleuchten. Es soll differenziert aufgezeigt werden, dass es sich bei Rechtsextremisten wahlweise nicht nur um Jugendliche mit Gewaltproblemen, „Modernisierungsverlierer" oder gesellschaftliche Randgruppen handelt, sondern dass der Rechtsextremismus oftmals auch in der Mitte der Gesellschaft verortet ist.
Darüber hinaus sollen Möglichkeiten des Ausstieges aus der rechtsextremen Szene aufgezeigt und Konzepte präventiver Arbeit vorgestellt werden.
Die zweitägige Tagung beginnt am Abend des 17. April mit dem Film „Kriegerin" und einer anschließenden Gesprächsrunde, an der Bernd Wagner, Beiratsmitglied von EXIT-Deutschland, Politikwissenschaftlerin Ellen Esen und ein Aussteiger aus der rechtsextremen Szene teilnehmen. Am Folgetag wird das Thema in insgesamt vier Blöcken mit Vorträgen und entsprechenden Gesprächsrunden beleuchtet. Facetten des Rechtsextremismus und -terrorismus, die Ergebnisse der Heitmeyer-Studie und Handlungsmöglichkeiten gegen Rechtsextremismus stehen dann im Mittelpunkt.
Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenfrei, der Verein Alter Gasometer bittet jedoch um Voranmeldung. Der Ablauf sowie das Gesamtprogramm der Demokratietage sind auf den Internetseiten des Bündnisses für Demokratie und Toleranz veröffentlicht.
www.zwickauer-demokratie-buendnis.deAppell für Demokratie und Toleranz
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