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Auszeichnungen

Siegfried Meyer (geb. 1943)

Verleihung am 07.01.2016

Siegfried Meyer hat seit Jahrzehnten bleibende Verdienste um seine Stadt erworben. So arbeitet er nach wie vor das Archiv des Männerchores Liederkranz auf. Dabei handelt es sich um den ältesten ununterbrochenen existierenden Männerchor der Stadt Zwickau. Zudem beschäftigt er sich mit der Geschichte des Schwanenbrunnens oder mit der Musik und den Liedern der Region, hält Vorträge und publiziert Beiträge zur Stadt- und Heimatgeschichte. Zu seinen Veröffentlichungen zählen z.B. die CD „Su is mei Haamit“, die „Begegnungen mit Gustav Nötzold (Zwickauer Bergmann und Mundartdichter) oder „Der Zwickauer Schwanenbrunnen wird 80“.

Dr. Volkmar Ludwig (geb. 1938)

Verleihung am 07.01.2016

Gesundheitsförderung und Selbsthilfe sind die Domäne von Dr. Volkmar Ludwig. Der Facharzt für Arbeitsmedizin und frühere Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, der auch Mitglied der Stadtverordnetenversammlung war, gehört zu den maßgeblichen Mitbegründern des Vereins „Gesundheit für alle“ und der KISS – Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe. Durch die Arbeit des Vereins und der Kontaktstelle, nicht zuletzt dank des Engagements von Dr. Ludwig, entstand ein Netzwerk mit mehr als 200 Selbsthilfegruppen. Weit über regionale Grenzen hinaus fand das von ihm initiierte Demenz-Projekt „Vergesslich? – Halb so schlimm!“ Beachtung. Für seinen nachhaltigen Einsatz wurde der engagierte Arzt 2013 mit der Annen-Medaille des Freistaates ausgezeichnet.  

Dr. Kurt Rudolph (Jahrgang 1937)

Verleihung am 08.01.2015

Wie kaum ein anderer vereinigt Dr. Ing. Kurt Rudolph in seiner Person die Zeit seit den bewegten und bewegenden Momenten des Herbstes 1989. Maßgeblich prägte er diese stadtgeschichtlich bedeutende Phase. Als Sprecher der evangelischen Kirche kam er im Herbst 1989 an den Runden Tisch von Zwickau. Eine Bürgerinitiative brachte ihn als unabhängigen Kandidaten auf die Liste für die ersten Kommunalwahlen. 1990 zog Dr. Kurt Rudolph als Bürgermeister in das Rathaus ein. In dieser Zeit setzte er sich nachhaltig für die Organisation der kommunalen Versorgungsaufgaben in den Bereichen öffentlichen Nahverkehrs, der Energie- und Fernwärmeversorgung, der Trinkwasserversorgung sowie der Entsorgung und für Umweltschutzprobleme ein.

Dr. Kurt Rudolph war seit der Gründung am 16. November 1990 bis zu seinem Ausscheiden am 30. April 2002 zunächst neben- dann hauptamtlich als Geschäftsführer der Städtischen Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft Zwickau mbH und Stadtwerke Zwickau Holding GmbH tätig. In dieser Zeit leistete er Pionierarbeit und trug zur Übernahme der kommunalen Versorgungsaufgaben bei. Mit diesen und weiteren Tätigkeiten setzte er sich erfolgreich dafür ein, den Strukturwandel in Zwickau zu bewältigen und setzte zugleich Meilensteine für die Stadtentwicklung.

Dr. Michael Kühn (Jahrgang 1943)

Verleihung am 08.01.2015 

erwarb sich im Bereich des Denkmalschutzes besondere Verdienste. Beispielhaft belegt dies sein Einsatz für die Sanierung des Doms „St. Marien", der einer der bedeutendsten Hallenkirchen der obersächsischen Spätgotik und zugleich das wichtigste Wahrzeichen der Stadt Zwickau ist. Mit großem ehrenamtlichen Engagement setzte und setzt er sich seit langem für den baulichen Erhalt des Bauwerkes ein, warb erfolgreich um Fördermittel und Spenden und wirkte nachhaltig an der Lösung oftmals schwierigster baulicher und denkmalgeschützter Aufgaben mit.

Nicht abschrecken ließ er sich durch das besondere Problem, dass sich die Kirche wegen tektonischer Bewegungen im tieferen Untergrund und infolge des Steinkohlenbergbaues auch unter dem Stadtzentrum um etwa 3,70 Meter gesenkt und um mehr als 1,30 Meter nach Südosten bewegt hat. Das stellt die Baupflege bis heute und auch weiterhin vor ständig neue Herausforderungen der Gebäudesicherung und -sanierung.

Besonders hervorzuheben ist nicht zuletzt sein Geschick, Bürger, Entscheidungsträger und Fördermittelgeber für die Zwickauer Marienkirche zu gewinnen. Der Erhalt und die Sanierung des Domes ist maßgeblich Dr. Kühn zu verdanken, der sich darüber hinaus für viele weitere Denkmale kompetent und engagiert einsetzte und als Ansprechpartner in spezifischen Fragen des Denkmalschutzes anerkannt ist.

Beispielhaft ist sein Engagement bei der Begleitung der Objekte Kornhaus und Schloss Osterstein zu würdigen. Er wirkte unter anderem in deren Fördervereinen mit und war auch wesentlich bei der Spendeneinwerbung aktiv.

Manfred Kossack

Verleihung am 4. Mai 2014 in Dortmund

Manfred Kossack, damals im Amt des Oberstadtdirektors tätig, gehört zu denjenigen Mitarbeitern, die ab 1990 in Zwickau Aufbauhilfe leisteten. Er war ein halbes Jahr vor Ort und stand den Verantwortlichen der Automobil- und Robert-Schumann-Stadt auch danach mit Rat und Tat zur Seite. Mit seiner Fachkompetenz und aufgrund seines Engagements unterstützte er nachhaltig den schwierigen Prozess, eine Verwaltung auf dem Boden der (damals neuen) freiheitlich-demokratischen Ordnung des Grundgesetzes und im Sinne der kommunalen Selbstverwaltung aufzubauen. Dabei nutzte er die Kontakte in die Dortmunder Stadtverwaltung, sprach bei den ebenfalls in Aufbau befindlichen Landesbehörden vor und half mehrfach, Lösungen zu finden, wo diese aufgrund nicht vorhandener oder erst im Aufbau befindlicher Rahmen noch nicht vorgegeben sein konnten. Besonderes Ansehen verdiente er sich durch seine noch heute unvergessene Art, mit den Menschen in Zwickau zusammenzuarbeiten und die konkreten Verhältnisse stets zu berücksichtigen. Ein einfaches „Überstülpen" vorhandener Modelle war ihm fremd.

Adolf Miksch

Verleihung am 4. Mai 2014 in Dortmund

Adolf Miksch, seit 1971 Mitglied des Dortmunder Rates und von 1984 an stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, bekleidete von 1999 bis 2009 das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Stadt Dortmund. Miksch gehört zu den Dortmundern, die sich sowohl in besonderer als auch in unterschiedlicher Weise für die Partnerschaft mit und damit für die Anliegen der Stadt Zwickau einsetzten. Gerade nach der politischen Wende und der Deutschen Einheit gehörte er zu den wichtigsten und verlässlichen Ansprechpartnern in Dortmund. Neben privaten Kontakten, die er zu Zwickauern knüpfte, setzte er sich nachhaltig für die Pflege der Partnerschaft ein und hatte stets ein „offenes Ohr" für die Belange der die Automobil- und Robert-Schumann-Stadt. Als Repräsentant der Stadt Dortmund empfing er bei Besuchen gleichermaßen die Zwickauer Oberbürgermeister wie auch Vertreter von Vereinen. Sein Engagement wird beispielhaft deutlich durch seine regelmäßigen Besuche in Zwickau, wie beispielsweise zur Eröffnung des Johannisbades, zum „Tag der Sachsen" oder zum Neujahrsempfang. Unvergessen dürfte sein, als er gemeinsam mit dem Stadtdirektor Klaus Fehlemann im Oktober 2002 eine Spende für die Hochwasseropfer überreichte. Im Januar 2009 würdigte er im Rahmen des Neujahrsempfanges das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft. Der frühere Dortmunder Bundestagesabgeordnete Erich G. Fritz zieht in seinem Buch „25 Jahre Dortmund - Zwickau" das Fazit: „ Ohne den Bürgermeister Miksch in dieser Zeit ... hätten sich die Städte ganz aus den Augen verloren."

ESV Lokomotive Zwickau e.V.

Verleihung am 09.01.2014 

Prof. Jürgen Golle

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 10.01.2013

Prof. Jürgen Golle lehrte als Dozent nicht nur eine Reihe von Musiklehrern und Ensembleleitern. Er ist der bedeutendste lebende Zwickauer Komponist und gehört zu den wichtigsten deutschen Komponisten der Gegenwart. Direkt und indirekt prägte er damit das kulturelle Leben der Stadt Zwickau und trug als Komponist maßgeblich zum Ruf der Stadt Zwickau bei.

Am 4. November 1942 in Zwickau geboren, besuchte Golle die Grundschule in Steinpleis. Gleichzeitig erhielt er den ersten Klavier- und Gesangsunterricht. Nach der für ihn prägenden Zeit als Mitglied des Leipziger Thomanerchores kehrte er an die Gerhart-Hauptmann-Schule nach Zwickau zurück. Von 1959 an arbeitete er zunächst als Hilfsarbeiter und Hilfsschlosser, legte 1962 nach dem Besuch der Abendschule sein Abitur ab und absolvierte schließlich in den Fächern Musik und Deutsch das Studium an der Pädagogischen Hochschule Zwickau. Sein Kompositionsstudium erfolgte an der Hochschule für Musik in Leipzig.

Von 1967 an unterrichtete Jürgen Golle an der Pädagogischen Hochschule. Drei Jahre später nahm er einen zusätzlichen Lehrauftrag der Leipziger Musikhochschule an, um 1993 einem Ruf als Professor an der Universität Chemnitz zu folgen. Seit 2005 ist er im wohlverdienten Ruhestand.

Viele seiner früheren Studenten prägen heute auf unterschiedlichste Weise das kulturelle Leben der Robert-Schumann-Stadt Zwickau. Zu ihnen gehören beispielsweise Uwe Moratzky (Lehrer am Clara-Wieck-Gymnasium und Leiter des Jugendsinfonieorchesters des Konservatoriums), Ulf Firke (Musiklehrer, Chorleiter, Komponist), Tilo Kittel (Komponist, Mitglied von SK 5), Dr. Gert Stiehler (Geschäftsführer Eurogymnasium Waldenburg, Schulleiter der dortigen Jugendkunstschule) und Thomas Richter (Leiter des Robert-Schumann-Konservatoriums).

Hervorzuheben ist zudem das kompositorische Schaffen Golles. Seine Werke erklingen regelmäßig in Deutschland und dem europäischen Ausland, viele seiner Kompositionen wurden auf CD aufgenommen. Es kommt nicht von ungefähr, dass er - etwa beim Festival des Verbandes Deutscher Konzert Chöre - im Reigen Zwickauer Komponisten mit Schumann oder Krebs genannt wird. Jürgen Golle war 1991 erster Preisträger des
„V.-E. Becker Kompositionswettbewerbs" in Bad Brückenau, erhielt 1992 den ersten Preis im Kompositionswettbewerb des Badischen Sängerbundes und erhielt 1999 die Auszeichnung der „Arbeitsgemeinschaft Europäischer Chorverbände".

Prof. e.H. Dr. oec. habil. Dr. Joachim Körner

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 10.01.2013

Prof. e.H. Dr. oec. habil. Dr. Joachim Körner hat gerade in seiner Tätigkeit als langjähriger Kanzler die Entwicklung der Westsächsischen Hochschule mitgeprägt und damit den Wirtschafts- und Bildungsstandort nachhaltig gefördert. Zu seinen Verdiensten zählt auch die Pflege der Zwickauer Automobiltradition.

Prof. Dr. Körner wurde am 19. April 1949 geboren. Nach dem Besuch der Grundschule und der Käthe-Kollwitz-Schule sowie einer Lehre als Betriebsschlosser im Reichsbahn-Ausbesserungswerk legte er 1967 das Abitur und den Facharbeiterabschluss ab. Das Studium an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List" in Dresden schloss er als Diplom-Ingenieurökonom ab. Es folgten 1982 die Promotion und 1990 die Habilitation. Zu den Stationen seines beruflichen Werdeganges gehörten die Tätigkeit im Kraftverkehrsbetrieb Zwickau, als Assistent der Ingenieurhochschule oder bei den Sachsenring Automobilwerken. Von 1983 an war er wissenschaftlicher Sekretär der Rektoren der Ingenieurhochschule/Technischen Hochschule Zwickau. Im Mai 1991 wurde er zum kommissarischen Kanzler der Technischen Hochschule berufen, seit Juli 1992 ist er Kanzler der Hochschule für Technik und Wirtschaft (FH) bzw. der Westsächsischen Hochschule Zwickau (FH). Seit 2006 ist er Honorarprofessor an der Transsilvanischen Universität Braşov. Die im Resultat der Wende und der Wiedervereinigung notwendige Neugestaltung der Hochschullandschaft in Sachsen war mit großen Herausforderungen verbunden, denen sich Prof. Körner mit Engagement und Weitsicht stellte. Es gelang ihm, an der neu gegründeten Fachhochschule eine moderne akademische Selbstverwaltung aufzubauen.
Die Überwindung der dabei zwangsläufig auftretenden Schwierigkeiten, das gleichzeitige Nebeneinander von universitärer und neuer Fachhochschulausbildung, oder die sozialverträgliche Abwicklung der Technischen Hochschule Zwickau waren einige der schwierigen Aufgaben, die es zu bewältigen galt. Auch in der Folgezeit gehörte Prof. Körner zu den Persönlichkeiten, die maßgeblich zum Erhalt und zum Ausbau von zukunftsorientierter Lehre und Forschung beigetragen haben. So wurden beispielsweise in der Phase seines Wirkens mehr als 140 Mio. Euro an der Zwickauer Hochschule „verbaut". Er trug dabei die Verantwortung für die Modernisierung der vorhandenen Substanz im Zentrum, auf dem Scheffelberg und an den Außenstellen der Hochschule. Etliche der dabei geschaffenen Gebäude zählen zu den städtebaulich markanten Bauwerken unserer Stadt, wie z. B. die Hochschulbibliothek, der August-Horch-Bau oder das FORUM MOBILE. Zudem initiierte er gemeinsam mit Hochschullehrern und Wirtschafts- und kommunalen Partnern interdisziplinäre Projekte mit hoher Ausstrahlungskraft. Nicht zu vergessen ist sein Einsatz für die Traditionspflege. So holte er wichtige Konferenzen, insbesondere verbunden mit Jubiläen von Horch, AUDI und der Auto-Union nach Zwickau, initiierte die Vortragsreihe im FORUM MOBILE mit hochkarätigen Fachleuten von Automobilunternehmen und ist einer der Väter der jährlich stattfindenden Oldtimerausfahrt „Schwanen-Klassik". Mit dem Jahreswechsel schied Prof. Dr. Joachim Körner altersbedingt aus der Hochschule aus, um in den wohlverdienten Ruhestand zu wechseln.

Prof. Dr. Jürgen Härdler

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 07.01.2011

Herr Prof. Dr. Jürgen Härdler setzte und setzt sich auf unterschiedlichste Weise für die Belange der Stadt und ihrer Bürger ein. Noch als Professor der Westsächsischen Hochschule begann er seine ehrenamtliche Tätigkeit als Stadtführer. Es ist davon auszugehen, dass er im Laufe der vielen Jahre Tausende oder sogar Zehntausende von Gästen die Stadt samt ihrer Attraktionen näherbrachte. Mit dem Jahr 2000 begann Herr Professor Dr. Härdler mit der Veröffentlichung von Büchern über Zwickau, nachdem er zuvor schon als Fachbuchautor erfolgreich war. Zu den - teils mit weiteren Autoren verfassten - Werken über die Stadt zählen insbesondere „Bauwerke in Zwickau“ (2000), „Persönlichkeiten und Kostbarkeiten der Stadt Zwickau“ (2002), „Schloss Osterstein - Geschichte und Geschichten um ein Zwickauer Bauwerk“ (2005) oder „Zwickau - Bilder einer Stadt“ (2009). Besonders anzuerkennen ist das Wirken in Vereinen, zu denen gerade der TSV Crossen mit seinen über 350 Mitgliedern gehört und dessen Präsident Herr Professor Dr. Härdler ist. Besondere Verdienste erwarb er sich schließlich als 1. Vorsitzender des Fördervereins Schloss Osterstein. Seine zeitaufwändige Arbeit trug maßgeblich dazu bei, die Sanierung dieses einmaligen Bauwerkes bewerkstelligen zu können.

Jo Harbort

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 07.01.2011

Herr Jo Harbort gehört sicher zu den bekanntesten Künstlern Zwickaus, der mit seinen Werken im In- und Ausland besondere Akzente zu setzen wusste. Nach der Holzbildhauerlehre und dem Studium begann Jo Harbort 1976 als freischaffender Künstler zu arbeiten. Anzuerkennen sind insbesondere die Mitarbeit im Zwickauer Kunstverein oder die Unterstützung städtischer Veranstaltungen, wie dem historischen Markttreiben und insbesondere dem alle vier Jahre stattfindenden Internationalen Bildhauersymposium. Mehrere seiner Werke prägen positiv das Stadtbild. Zu ihnen gehört beispielsweise der Brunnen der Freundschaft (Schumannplatz), die Freiflächengestaltung im Heinrich-Braun-Krankenhaus, die Weihnachtskrippe oder der Kinderbrunnen sowie der Bierbrauerbrunnen, von dem ein Duplikat in der Partnerstadt Dortmund steht. Mit dem „Orchestergestühl“, das aus Anlass der Schumann-Jubiläen 2006 und 2010 entstand, leistete Jo Harbort einen sehenswerten Beitrag zum Schumann-Jubiläum. Neben zahlreichen Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen etwa in Kanada, Italien, Großbritannien, Japan oder den USA kann Jo Harbort auf eine lange Liste an Auszeichnungen und Preisen verweisen. Er trug somit den Namen Zwickaus in viele Länder der Welt und engagierte sich weiterhin in und für unsere Stadt!

Erzgebirgszweigverein Zwickau e.V.

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 07.01.2011

Hohe Anerkennung verdienen auch die Bemühungen und Aktivitäten des Erzgebirgszweigvereins Zwickau e.V.. Bereits 1880 gegründet konnte der Verein - nach 45 Jahren Unterbrechung - bereits im Mai 1990 wiederbelebt werden, bevor 1994 der Eintrag ins Vereinsregister erfolgte. Die rund 120 Mitglieder setzen sich vor allem für die Pflege des erzgebirgischen Brauchtums und Liedguts sowie für die Vermittlung von Kenntnissen über Landschaft, Kultur und Geschichte des Erzgebirges ein. Seit 1990 wurden vermutlich mehr als 250 Heimatabende und rund 60 größere Veranstaltungen durchgeführt. Nicht zu vergessen sind die vielen Wanderungen, die Pflege der Musik oder die Mitarbeit im Gesamtvorstand des Erzgebirgsvereins, die auch zu der Ausrichtung der 111. Kultur- und Abgeordnetenversammlung des Erzgebirgsvereins e. V. führte. Gerade „Frühgahr, wenn de Schwalbla kumme“ und insbesondere „Weihnachten in dr Hutznstub“ gehören zu den bekannten Veranstaltungen des Vereins, die weit über die Grenzen Zwickaus hinaus bekannt und geschätzt sind.

TSV Fliegende Sachsen e.V.

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 07.01.2011

Der TSV Fliegende Sachsen e.V. hat sich neben der Kinder- und Nachwuchsarbeit vor allem durch seine Botschaftertätigkeit für Zwickau bleibende Verdienste erworben. Reichen die Wurzeln schon in das Jahr 1973 zurück, so formierten Erich Sabaiczuk und seine langjährige Kollegin Kerstin Speck 1989 die „Fliegenden Sachsen“. Mit ihren spektakulären Shows, einer einzigartigen Mischung aus Turnen, Artistik, Show und Inszenierung gastierte die Sport- und Artistikformation inzwischen in mehr als 100 deutschen Städten. Hinzukommen Auftritte beispielsweise in Amsterdam, Halifax (Kanada), Mailand oder Wien oder in diversen Fernsehsendungen. Mit ihren Shows etwa im Rahmen der Sportgalas, beim Tag der Sachsens 2000, bei der eigenen Jubiläumsshow und bei vielen weiteren Gelegenheiten begeisterten die Fliegenden Sachsen auch das heimische Publikum. Der Verein trug somit zum positiven Image der Stadt Zwickau bei und hat sich außerdem Verdienste um den Sport und die Nachwuchsförderung erworben.   

Siegfried Wagner

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 07.01.2011

Herr Siegfried Wagner setzt sich seit über 40 Jahren für die Pflege der Bildenden Kunst ein. Er ist Mitbegründer des Förderstudios für Malerei und Grafik, welches zahlreichen jungen Menschen den Weg in eine künstlerische Entwicklung wies. Ehrenamtlich leitet er seit 1991 als 1. Vorsitzender den Kunstverein Zwickau e. V. und arbeitet seit Anfang der Wende im Chemnitzer Künstlerbund und im Bundesverband Bildender Künstler mit.

Durch Konzeptionen, Redaktion und Textbeiträge hat er insbesondere das Schaffen bekannter Zwickauer Künstler (u. a. Karl Heinz Jakob, Martin Schoppe, Albert  Henning, Heinz Tetzner) gewürdigt. Er pflegt enge Verbindungen zu den Künstlern der Region Zwickau und setzt sich dafür ein, dass die Werke dieser Künstler national und international bekannt gemacht werden. Der von Herrn Wagner geführte Kunstverein veranstaltet gemeinsam mit der Stadt Zwickau die internationalen Grafiksymposien Zebra und die internationalen Bildhauersymposien.

Herr Wagner hat durch sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Pflege der Bildenden Kunst besondere Verdienste erworben und das Ansehen der Stadt Zwickau gesteigert.

Dr. Werner Lang (gest. 2013)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 11.01.2008

Als eines der Urgesteine des Zwickauer Automobilbaus gilt Dr. Werner Lang. Er trug in seiner beruflichen Laufbahn und trägt noch heute als Ehrenamtler zur Steigerung des Ansehens der Stadt Zwickau als Automobilstadt im In- und Ausland beigetragen. Langjährig wirkte er als verantwortlicher Entwickler im Zwickauer Automobilbau, trat unermüdlich für die Weiterentwicklung der in Zwickau produzierten Fahrzeuge ein. Dr. Werner Lang begann 1949 in den Horch-Werken in Zwickau zu arbeiten. Nach dem Zusammenschluss der Werke Horch und Audi im Jahr 1958 wurde er Chefkonstrukteur der Zwickauer Automobilproduktion. In diese Zeit seines Wirkens fiel die Entwicklung des Trabants, dessen 50-jähriges Jubiläum die Stadt Zwickau im Jahr 2007 feierte. Zwischen 1970 und 1983 leitete er als Direktor die Bereiche Wissenschaft und Technik in den Sachsenring Automobilwerken Zwickau. In diesen Jahren war er maßgeblich an der Weiterentwicklung des Trabants und geplanter Nachfolgemodelle beteiligt. In seinem Buch „Wir Horch-Arbeiter bauen wieder Fahrzeuge“ schildert Werner Lang die Entwicklung des Werkes Horch von 1945 bis zur Vereinigung mit dem VEB Audi sowie den Bau des Trabant bis 1991. Damit bringt er insbesondere jungen Menschen, die sich heute wieder für den Trabant begeistern, die Geschichte und die schwierigen Produktionsbedingungen des Trabants nahe.

Dr. Gerd Nauhaus

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 11.01.2008

Das Ansehen der Stadt Zwickau als Robert-Schumann-Stadt im In- und Ausland stärkt Dr. Gerd Nauhaus. Durch sein langjähriges, engagiertes und verdienstvolles Wirken um das Erbe von Robert und Clara Schumann hat Dr. Nauhaus in besonderer Weise zur Steigerung des Ansehens der Stadt Zwickau als Robert-Schumann-Stadt. Er nahm 1970 eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Robert-Schumann-Haus Zwickau an. Ab 1985 leitete er das weltweit größte Schumannarchiv und acht Jahre später wurde ihm die Direktorenstelle des Robert-Schumann-Hauses übertragen. Seiner Initiative als Direktor des Robert-Schumann-Hauses sind in der Zeit seines Wirkens trotz finanzieller Zwänge zahlreiche Ankäufe wertvoller Autographen zu verdanken. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war er auch stets der Robert Schumann Musikpflege verbunden. So ist er bis heute Vorsitzender des seit 1956 ausgerichteten Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbes für Klavier und Gesang. Ebenso übernahm er seit 2006 den Vorsitz der international agierenden Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau e.V.. Als Musikwissenschaftler erwarb sich Dr. Nauhaus durch ca. 100 international bekannte Buch- und Aufsatzveröffentlichungen sowie seine Vortragsreisen den Ruf eines exzellenten Kenners und Vermittlers Schumann'scher Musik. In Anerkennung seiner Verdienste um die Robert-Schumann-Pflege wurde ihm 1986 von der Stadt Zwickau der Robert-Schumann-Preis verliehen.

Projekt Zwickauer Tafel       

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 11.01.2008

Erstmalig stand ein Projekt auf der Auszeichnungsliste. Das regelt Paragraph 1 der „Satzung über Ehrungen und Auszeichnungen der Stadt Zwickau“ vom 12. April 2007. Demnach kann die Martin-Römer-Ehrenmedaille auch an Vereine, Gruppen, Organisationen oder Initiativen verliehen werden.

Die „Zwickauer Tafel“ ist das erste Projekt, das diese Ehrung erfährt. Der Verein zur Förderung von Jugend- und Sozialarbeit Zwickau e. V. gründete im November 1996 dieses Projekt. Die Hauptaufgabe der Tafelarbeit ist die Organisation, Abholung und Verteilung von nicht mehr verkaufbaren, aber noch vollwertigen Lebensmitteln in der Stadt und im Landkreis. Die Begründung der Entscheidung für dieses Projekt führt einige Zahlen aus 2006 auf, die einerseits die soziale Bedeutung und zum anderen den großen Arbeitsaufwand des Projekts verdeutlichen sollen: „In der Zwickauer Tafel waren 45 Helfer tätig, davon 37 ehrenamtlich, 2 Mitarbeiter im Rahmen einer ABM gefördert durch die Agentur für Arbeit, 3 geförderte Arbeitsgelegenheiten durch die BFZ gGmbH sowie 3 geförderte Helfer über das Projekt TAURIS. Es wurden 276 t Lebensmittel abgeholt und in 8 Ausgabestellen (darunter wöchentlich jeweils 4-mal in Zwickau) und in 10 sozialen Einrichtungen ausgegeben. Wöchentlich konnten damit ca. 2.400 bedürftige Menschen in der Stadt Zwickau und im Landkreis Zwickau versorgt werden. Im gesamten Jahr wurden 43.100 km mit zwei Transportern und 3.300 km mit einem Privatfahrzeug zurückgelegt, um Lebensmittel von den Spendern abzuholen. Dabei sind insgesamt 5.800 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet worden.

Weitere Schwerpunkte der Tafelarbeit sind die Versorgung im Obdachlosenheim, die Einzelfallhilfe für kranke und gehbehinderte ältere Menschen sowie die Durchführung von Weihnachtsfeiern. Mit der Verleihung der Martin-Römer-Ehrenmedaille soll insbesondere die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen gewürdigt werden, ohne die die „Zwickauer Tafel“ nicht möglich wäre.

Gottfried Heinemann (Jahrgang 1934)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 12.01.2007
Herr Heinemann hat maßgeblich am Aufbau einer beispielhaften Organisation von verschiedenartigen Selbsthilfegruppen in der Stadt Zwickau mitgewirkt. Seit 1995 ist er Ansprechpartner der Selbsthilfegruppe „Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen“. Die Arbeit dieser Gruppe ist bundesweit bekannt und anerkannt. Herr Heinemann sorgt mit seiner Arbeit für Linderung von Leiden aber auch für soziale Kontakte der Betroffenen. Seit 1997 gehört er zum Sprecherrat der Selbsthilfegruppen und zur Regionalen Arbeitsgemeinschaft der Behindertenverbände. Am 01.04.2000 wählte ihn der Stadtrat zum ersten Behindertenbeauftragten der Stadt Zwickau.
Mit viel Akribie und einem hohen Maß an Sachverstand setzte er sich in dieser Funktion für die Belange der Behinderten ein. Aus gesundheitlichen Gründen und um sich stärker in der Selbsthilfebewegung engagieren zu können, gab er Ende Juli 2002 dieses Ehrenamt ab. Des Weiteren bereitete Herr Heinemann mit hohem zeitlichen Aufwand über viele Jahre die Aktionstage der Senioren, Behinderten und Selbsthilfegruppen vor und wirkte aktiv an der erfolgreichen Gestaltung mit. Mit der Verleihung der Martin-Römer-Ehrenmedaille soll Herr Heinemann für sein hohes Engagement für die Belange von Menschen mit Behinderungen gewürdigt werden.

Eberhard Seifert (Jahrgang 1937)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 12.01.2007

Herr Seifert trat am 01.03.1959 der Freiwilligen Feuerwehr bei. Seit diesem Tag engagierte er sich mit ganzem Einsatz für die Feuerwehr und damit gleichzeitig für die Bürger der Stadt Zwickau. Aufgrund seiner hohen Leistungsbereitschaft übernahm er von Anfang an Leitungsverantwortung. Er war bis Ende 1996 Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehren von Auerbach und Marienthal und (mit zwischenzeitlicher Unterbrechung) Oberhohndorf. In dieser Zeit war er bis zum 07.03.1993 gleichzeitig über 17 Jahre lang als Wirkungsbereichsleiter unter anderem für die Verbindung von Freiwilliger und Berufsfeuerwehr verantwortlich. Auf Grund seiner Erfahrungen und seiner menschlichen Ausstrahlung wurde er im März 1993 zum Stadtbrandmeister bestellt. Dieses wichtige Ehrenamt übt er bis heute aus.
Für seinen Einsatz zum Wohle der Stadt Zwickau wurde Herr Seifert 1976 ins Ehrenbuch der Stadt eingetragen und 1986 mit der Verdienstmedaille Brandschutz sowie 2001 mit dem Feuerwehrsteckkreuz in Silber ausgezeichnet. Mit der Verleihung der Martin-Römer-Ehrenmedaille soll Herr Seifert für sein über jahrzehntelanges Engagement für die Feuerwehr in der Stadt Zwickau gewürdigt werden.

Günter Weigel (Jahrgang 1933)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 12.01.2007

Günter Weigel wirkt seit der Wiedervereinigung im Verband der Verfolgten des Naziregimes. Insbesondere durch sein Engagement im Landesverband des Bundes der Antifaschisten ist er über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Seit 2001 leitet er den Zwickauer Stadtverband des Bundes der Antifaschisten als Vorsitzender. Seit vielen Jahren unterstützt und betreut er Bürger und deren Familien, die in der Zeit des Nationalsozialismus großes Leid ertragen mussten. Unermüdlich tritt er für die Wahrung und Pflege des humanistischen Gedankenguts des antifaschistischen demokratischen Erbes ein. Sein Wirken ist darauf gerichtet, Geschichte als etwas Lebendiges zu verstehen.
Er vermittelt nicht nur Fakten, sondern versucht immer den zeitgenössischen Bezug herzustellen. Mit Dokumentationen und zahlreichen Ausstellungen - beispielsweise zum Tag der Sachsen, im August- Horch-Museum, im Theater und in den Priesterhäusern - vermittelt er historische Zusammenhänge und erreicht eine breite Öffentlichkeit. Mit der Verleihung der Martin-Römer-Ehrenmedaille soll Herr Weigel für sein humanistisches Wirken gewürdigt werden.

Lothar Reißmann (Jahrgang 1931)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 13.01.2006

Lothar Reißmann wirkte 18 Jahre lang in der Zwickauer Kommunalpolitik als Stadtverordneter und Stadtrat. In dieser Zeit engagierte er sich insbesondere auf den Gebieten der Stadtentwicklung und Verkehrsplanung. Seit Oktober 2002 ist Lothar Reißmann gewählter Sprecher der Seniorenvertretung der Stadt Zwickau. Er setzt sich engagiert für die Senioren und deren Sorgen und Probleme ein. Oft sind es nur scheinbare Kleinigkeiten, wie eine fehlende Bank im Buswartehäuschen, ein abmontierter Briefkasten, ein zu sichernder Straßenübergang, um die er sich erfolgreich kümmert. Weiterhin organisiert er Informationsveranstaltungen zu wichtigen Themen wie Grundsicherung, Patientenverfügung, Erbrecht oder Rentenfragen.

Er bekleidet auch eine Funktion in der Landesseniorenvertretung und macht im Landtag, bei den Fraktionen der Parteien, im Bundestag, beim Ministerpräsidenten, Bundeskanzler, Bundespräsidenten auf viele Dinge aufmerksam, die für ältere Menschen beachtet werden müssen (z. B. 2003: Weiterführung der "Aktion 55"). Viele seiner guten Ideen werden u. a. in den Seniorentagen oder beim traditionellen Seniorentag eingebracht. Im Dezember 2004 wurde Lothar Reißmann erneut als 1. Sprecher der Seniorenvertretung der Stadt Zwickau gewählt. Auf seine Anregung hin bildeten sich Facharbeitsgruppen, mit speziellen Arbeitsschwerpunkten. Eine dieser Arbeitsgruppen erarbeitete das Qualitätssiegel "Betreute Wohnformen für Senioren der Stadt Zwickau", welches in der Stadtratssitzung vom 27.10.2005 beschlossen wurde.

Seine Vision für Zwickau, für die er sich seit vielen Jahren einsetzt, lautet:"Wir wollen keine altenfreundliche Stadt - keine behinderten- oder kinderfreundliche Stadt - wir wollen eine lebendige Stadt!" Mit der Auszeichnung von L. Reißmann soll seine ehrenamtlich Arbeit als Stadtverordneter und Stadtrat in Zwickau und vor allem sein herausragendes Engagement im Bereich der Zwickauer Seniorenarbeit gewürdigt werden.

Jürgen Pönisch (geboren am 29. Mai 1949)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 09.01.2004

 ...langjähriges und vielseitiges Wirken für die Erhaltung der Zwickauer Automobilbautradition; seinem Wirken und seinen Kenntnissen zur Geschichte des Automobilbaues in Zwickau ist der Auf- und Ausbau des Zwickauer Automobilmuseums wesentlich mit zu verdanken. Mit seinen umfassenden historischen und technischen Kenntnissen gehört er zu den weit über Deutschland hinaus anerkannten Automobilhistorikern - Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Fachartikel und Autor zweier Gesamtdarstellungen der Zwickauer Automobilgeschichte mit den Titeln "100 Jahre Horch Automobile" sowie "August Horch - Pionier der Kraftfahrt".

Prof. Dr.-Ing. habil. Horst-Dieter Tietz (Jahrgang 1937)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 10.01.2003

...wurde 1992 zum Rektor bestellt. Federführend begleitete er die Abwicklung der ehemaligen Technischen Hochschule und die Neugründung der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Die Auszeichnung würdigt sowohl seine Verdienste bei der strukturellen Neuorientierung der Bildungseinrichtung in den Aufbaujahren als auch seinen wegweisenden Beitrag zur Entwicklung der Westsächsischen Hochschule Zwickau (FH) ab 1996 zu einem wichtigen Standortfaktor für die Wirtschaft der Region und zu einem - auch international anerkannten - Hochschulstandort.

Wolfgang Weber (Jahrgang 1938)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 10.01.2003

...erwarb sich besondere Verdienste beim Aufbau und der Entwicklung der Zwickauer Stadtwerke nach der gesellschaftlichen Wende Von 1985 bis 1994 war er Vorstandmitglied der Dortmunder Stadtwerke AG und verantwortlich für das Dezernat Energie- und Wasserversorgung. Mit Gründung der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW) Anfang 1995 wurde er Vorsitzender der Geschäftsführung der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW). Trotz schwieriger Problemstellungen im eigenen Unternehmen agierte er als unentbehrlicher Partner der Zwickauer, war ihnen Rat- und Impulsgeber.

Ernst Günter Haubold (Jahrgang 1941)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 11.01.2002
Unmittelbar nach Beginn seiner Lehrertätigkeit an der Walter-Ulbricht-Schule 1962 - heute Schule am Scheffelberg - hat Ernst Günter Haubold ein Schulblasorchester - das heutige Jugendblasorchesters Zwickau - ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit ist er auch Vereinsvorsitzender. Unzählige Stunden seiner Freizeit verbrachte er damit, jungen Menschen ehrenamtlich die Freude an der Musik zu lehren. Unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern war und ist er bemüht, Kindern und Jugendlichen eine musikalische Grundausbildung zu ermöglichen. Derzeit widmen sich ca. 80 Kinder und Jugendliche im Nachwuchsorchester sowie im Jugendblasorchester der Blasmusik. Seinen Aktivitäten im Bereich der Blasmusik ist es zu verdanken, dass das Jugendblasorchester längst auch über die Grenzen Zwickaus hinaus bekannt geworden ist. Dabei legt Ernst Günter Haubold auch großen Wert darauf, die Traditionen unserer Stadt zu wahren. So tritt das Jugendblasorchester seit Jahren zu zahlreichen Veranstaltungen in der Bergbauuniform auf, um mit bergmännischer Musik die Traditionen unserer Stadt zu pflegen und über Stadt- und Landesgrenzen hinaus zu transportieren.

Klaus Hertel (geboren am 12. Juni 1936)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 11.01.2002

Seit seiner Gründung im Jahr 1989 ist Herr Klaus Hertel 1. Vorsitzender des Steinkohlenbergbauvereins Zwickau e.V. In all den Jahren hat er den Verein umsichtig, mit großem Engagement und Erfolg geführt. Gegenwärtig gibt es über 130 Vereinsmitglieder, die u.a.
im Knappenchor, in der Bergparade und der Technikgruppe mitwirken. In zahlreichen Auftritten im In- und Ausland repräsentieren die Bergkameraden die Stadt Zwickau. Höhepunkte bilden hierbei die "Bergleit Nacht" und der "Deutsche Bergmanns-, Hütten- und Knappentag". Die Technikgruppe hat neben der Einrichtung und Beschilderung von zwei Bergbau-Lehrpfaden und zahlreichen Bergbau-Sachzeugen mit der Erarbeitung und Veröffentlichung des Buches "Der Steinkohlenbergbau im Zwickauer Revier" sowie dem Modell der Vertrauenschachtanlage anerkannte Zeichen gesetzt und bleibende Werte geschaffen. Neben seinem Engagement im Steinkohlenbergbauverein bringt Herr Hertel sein hohes Fachwissen in verschiedenen Gremien ein. So arbeitet er aktiv im Bergbauarbeitskreis des Projektes INTERREC 2c "Revitalisierung ehemaliger Kohlenbergbaugebiete" mit. Mehrere Dokumentationen über geologisch-tektonische Verhältnisse im tieferen Baugrund wurden von ihm an Hand bergbaulicher Unterlagen unterstützt, z.B. zum Zwickauer Dom St. Marien, zur Tiefgarage am Kornmarkt und zur Stadthalle.

Robert Mehringer (geb. 07. Juni 1928)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 11.01.2002

Herr Robert Mehringer war von Mitte 1993 bis Ende 1994 Dezernent für die Finanz- und Vermögensverwaltung in der Stadt Zwickau. Das Besondere an seiner Bereitschaft zur Übernahme dieses Amtes waren die schwierigen Umstände der damaligen Zeit sowie die Tatsache, dass er sich aufgrund seines fortgeschrittenen Alters bereits vom aktiven Arbeitsleben zurückgezogen hatte. Als er von einem ehemaligen Kollegen gefragt wurde, ob er bereit ist, in Zwickau eine leistungsfähige Finanzverwaltung aufzubauen, sagte er spontan zu. Seine langjährige Berufserfahrung und seinen Sachverstand hat er in die schwierige Aufgabe, die ihn in der Stadt Zwickau mit ihrer sehr komplizierten finanziellen Lage und dem enormen Investitionsbedarf erwartet hatte, einbringen können. Mit seiner ruhigen, überaus kompetenten, partnerschaftlichen und sehr erfolgreichen Arbeit erwarb er sich in seiner Zwickauer Amtszeit den Dank und die Anerkennung seiner Kollegen und Mitarbeiter sowie der Zwickauer Kommunalpolitiker. Er wurde von den Stadtverordneten aller Fraktionen gleichermaßen geschätzt. Vom damaligen Oberbürgermeister Rainer Eichhorn wurde bei seinem Abschied eingeschätzt, dass er "in einer wichtigen Phase Zwickauer Geschichte mitgeschrieben hat". Er hat auch nach seinem Ausscheiden aus den Diensten der Stadt Zwickau durch vielfältige Aktivitäten zum besseren Verstehen zwischen Ost und West in dem vereinigten Deutschland beigetragen. Noch heute ist Herr Mehringer an der Entwicklung Zwickaus interessiert und hält die Kontakte zur Stadtverwaltung aufrecht.

Gisela Meierkord (geboren am 15. Januar 1929; gest. 2017)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 11.01.2002

Die gebürtige Zwickauerin war und ist ihrer Heimatstadt, in der sie 26 Jahre lebte, stets verbunden gewesen. Besonders seit der politischen Wende verfolgt sie interessiert das Wiedererstehen der Stadt in alter Schönheit. Um auf dem Laufenden zu bleiben, hat sich Gisela Meierkord die Zwickauer Tageszeitung abonniert. Darüber hinaus weilt sie häufig zu Besuchen in Zwickau, um sich über die Entwicklung der Stadt vor Ort ein Bild machen zu können. Dabei bringt sie immer wieder gute Ideen ein, die ein persönliches Engagement nicht ausschließen. Ihrem Vater folgend, der 1932 der Stadt Zwickau den Schwanenbrunnen schenkte, vermachte sie Zwickau 1998 den "Kornmarktbrunnen", der an exponierter Stelle im Herzen unserer Stadt eine Bereicherung des Stadtbildes darstellt. Der Kornmarktbrunnen besteht aus einem Viertelsegment eines Mühlrades mit Messingintarsien und 5 steinernen Getreidesäcken, wodurch der Bezug zum historischen Kornmarkt hergestellt wird.

Alexander Biedermann (geb. 1931)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 07.01.2000
große Verdienste bei den politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen in der Wendzeit 1989/90 in Zwickau, trat 1973 die Pfarrerstelle in der Zwickauer Pfarrei "Heilige Familie" an, später übernahm er Bereiche aus der engeren und weiteren Umgebung Zwickaus, 1991 bis 1998 Dekan des Dekanates Zwickau, forderte 1989 zur Teilnahme an den Montagsdemonstrationen auf, wirkte teilweise an deren Vorbereitung mit und predigte mehrmals im Rahmen der Friedensgebete, nicht zuletzt seinem Engagement ist es zu verdanken, dass gerade in der Wendezeit 1989/90 viele Gemeindemitglieder Verantwortung in Politik und Gesellschaft übernahmen

Volker Oehler (geb. 1971)

Auszeichnung mit der Martin-Römer-Ehrenmedaille am 09.01.1998
1989, 18jährig, Hilfsorganisation ins Leben gerufen und seitdem mit selbstlosem Einsatz behinderte Kinder in Timisoara, Rumänien unterstützt; steht seit 1994 dem Verein "Helft Rumänien e. V." vor und hat gemeinsam mit anderen jungen Vereinsmitgliedern z. B. regelmäßige Hilfsgütertransporte sowie Arbeitseinsätze vor Ort organisiert.

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Letzte Änderung: 22.06.2017 | *eSignatur