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Geschichte

Die genauen Umstände der Gründung der Ratsschulbibliothek liegen im Dunkel der Geschichte, ihre Entstehung ist aber eng mit der bereits zum Ende des 12. Jahrhunderts eingerichteten Zwickauer Lateinschule verbunden. Der erste Nachweis einer bestehenden Bibliothek („bibliotheca gymnasii") datiert aus dem Jahre 1498. In der 1537 entstandenen Schulordnung des Rektors Plateanus wird die Ratsschulbibliothek als „bibliotheca publica" bezeichnet, was ihre Doppelstellung sowohl als Schul- wie auch als wissenschaftliche Stadtbibliothek schon zu dieser Zeit unterstreicht.

Bedeutende Gelehrte der Frühen Neuzeit wie Stephan Roth (1492-1546), Georg Agricola (1494-1555), Johann Zechendorf (1580-1662), Christian Daum (1612-1687) und Christian Clodius (1694-1778) nahmen als Rektoren der Stadtschule wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Ratsschulbibliothek, die seit 1547 in der Kapelle des Zwickauer Wirtschaftshofes des säkularisierten Zisterzienserklosters Grünhain untergebracht war. Durch die Übernahme ihrer umfangreichen Privatbibliotheken erfuhr die Bibliothek im 16.  bis 18. Jahrhundert ein bedeutende Vermehrung der Bestände, die eine systematische Katalogisierung derselben erforderlich machte. Ab 1736 fertigte der Privatgelehrte Johannes Jeremias Crudelius (1711-1743) aus Coswig einen siebenbändigen Katalog an, der bis zur Neukatalogisierung Anfang des 20. Jahrhunderts in Gebrauch blieb.

 

Innenansicht Bibliothekssaal Grünhainer Kapelle

Bibliothekssaal Grünhainer Kapelle

Im 19. Jahrhundert überließ der Zwickauer Vizepräsident des Appellationsgerichts Eduard Flechsig (1802-1873) seine Büchersammlung der Ratsschulbibliothek, die neben juristischen Schriften eine Vielzahl regionalhistorischer Veröffentlichungen enthielt. Damit war der Grundstock für die heute umfangreiche regionalkundliche Sammlung gelegt.

Auf Drängen des 1885 gegründeten Zwickauer Altertumsvereins fand die Ratsschulbibliothek mit der Errichtung des Zwickauer Museums eine neue Heimstatt im Ostflügel des Museumsbaus, in dem die Bibliothek bis heute untergebracht ist.

 

Außenansicht des Bibliotheksneubaus von 1914Bild vergrößern

Bibliotheksneubau 1914

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges begann eine für die Bibliothek schwierige Phase, die einerseits von chronischer Unterfinanzierung geprägt, zum anderen mit dem zeitweiligen Verlust ihrer Eigenständigkeit verbunden war. 1921 mit der neugegründeten Volksbücherei (Öffentliche Stadtbibliothek) vereinigt, trennte man beide Institutionen bereits zwei Jahre später wieder, um die RSB nach dem Ausscheiden ihres langjährigen Direktors Otto Clemen 1939 schließlich mit dem Stadtarchiv zu vereinigen. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Bibliothek - teilweise ausgelagert - größtenteils unbeschadet. Die Verbindung von Bibliothek und Archiv wurde 1950 gelöst und die RSB verwaltungstechnisch dem Städtischen Museum zugeordnet.

Seit 1963 ist die RSB wieder eigenständige Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Zwickau.     

 

Bibliotheksordnung aus dem Jahr 1563

Bibliotheksordnung aus dem Jahr 1563

Logo der Ratsschulbibliothek
Zeichnung der alten LateinschuleBild vergrößern

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Letzte Änderung: 01.03.2016 | *eSignatur