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Aktuelles

RSB tritt dem Südwestdeutschen Bibliotheksverbund Baden-Württemberg, Saarland, Sachsen bei (SWB)

Mit dem Verbundbeitritt stellt sich die RSB hinsichtlich der elektronischen Präsentation ihrer Bestände im Internet neu auf: Als zentrales Erfassungs- und Recherche-Instrument dient künftig der SWB-Online-Katalog. 

Ab sofort werden alle Neuerwerbungen (Bücher, Zeitschriftentitel und -aufsätze, Musikalien, Audiovisuelle Medien etc., außer Handschriften und Nachlassbestände) ausschließlich in diesem Katalog nachgewiesen. Die Inhalte der bisher genutzten Katalogdatenbank Allegro werden in Kürze in den SWB-Online-Katalog überführt. Bis zum Abschluss der Katalogkonvertierung steht der bisherige RSB-OPAC für Recherchen weiterhin zur Verfügung.     

Voraussichtlich zu Jahresbeginn 2018 wird ein neuer RSB-OPAC zur Verfügung stehen. Außerdem sind die Bestände der RSB dann über globale Literatur-Suchportale wie KVK und WorldCat recherchierbar.

Handschriften, Nachlass- und Sonderbestände werden weiterhin im virtuellen Spezialkatalog "HANS" nachgewiesen.

Zum Verbund-OPAC des SWB

Ratsschulbibliothek Zwickau erwirbt bedeutende Musikhandschrift der Reformationszeit aus Privatbesitz

Im Jahr des 500. Reformationsjubiläums kann die RSB Zwickau ihren umfangreichen Fundus an schriftlichen Quellen aus der Zeit der Reformation mit einem für die nachreformatorische Musikgeschichte Mitteldeutschlands wichtigen Zeugnis ergänzen. Aus Privatbesitz erwarb sie das nach seinem bisherigen Aufbewahrungsort benannte „Manuskript Utrecht“ – eine Musikhandschrift, die der vermögende Tuchhändler und humanistisch gebildete Zwickauer Bürger Jodocus Schalreuter (ca. 1487-1550) zwischen ca. 1540 und 1550 anlegte. Das Manuskript stellt das Diskant-Stimmbuch (höchste Stimme) eines ursprünglich aus fünf oder sechs Stimmbüchern bestehenden Konvoluts dar, dessen übrige Teile aber leider verloren sind.

Jodocus Schalreuter, dessen Schreiberhand als kalligraphisch schönste mitteldeutsche Musikerhandschrift des 16. Jahrhunderts gilt, zählt als Sammler von mehrstimmiger Musik zu den wichtigsten Persönlichkeiten der nachreformatorischen Musikpflege in Mitteldeutschland. Seine Notenhandschriften überliefern Werke berühmter europäischer Meister und regionaler Komponisten seiner Zeit, die in Kirche, Schule und protestantischem Bürgerhaus in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert erklangen.

Das Manuskript enthält die Diskantstimme zu 64, teilweise nur hier überlieferten Kompositionen. Es überwiegen lateinische und deutschsprachige Psalmvertonungen für vier bis sechs Stimmen, u.a. von Ludwig Senfl, Thomas Stoltzer, Ulrich Brätel sowie zahlreicher Komponisten des mittel- und oberdeutschen Raumes.

Der Ankauf erfolgte mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, dem Kulturraum Vogtland-Zwickau sowie des Fördervereins Freunde der Ratsschulbibliothek Zwickau e.V.

Bl. 15 der neu erworbenen Musikhandschrift mit dem Beginn einer Vertonung von Psalm 82 „Deus quis similis erit tibi“ des schlesischen Komponisten Virgil Haug/Hauck (um 1540)

Ausstellungen zum Reformationsjahr mit Exponaten aus dem Bestand der RSB Zwickau 

18.05.-12.11.2017

Barfuß ins Himmelreich? - Martin Luther und die Bettelorden in Erfurt

Erfurt, Stadtmuseum

Ohne die Erfahrungen seiner Erfurter Jahre als Augustiner-Eremit und Ordensfunktionär wäre Martin Luthers Weg zur Reformation so nicht möglich gewesen. Luthers Abwendung vom mönchischen Lebenskonzept und der im Ablasshandel gipfelnden Heilsökonomie der Bettelorden lässt sich an keinem anderen Ort so überzeugend darstellen und erleben wie an den authentischen Wirkungsstätten Erfurts.

Informationen zur Ausstellung

08.09.-26.11.2017

Tetzel - Ablass - Fegefeuer

Jüterbog, Mönchenkloster und Nikolaikirche

Im ehemaligen Chor der Mönchenkirche sollen bildkräftige Ausstellungsinstaltionen dem Besucher Voraussetzungen und Funktionen des vorreformatorischen Ablasses verdeutlichen und den historischen Kontext des Auftretens von Johann Tetzel beleuchten.

Die Nikolaikirche lädt mit Ihrer reichen vorreformatorischen Ausstattung dazu ein, den vorhandenen Denkmalsbestand in seiner ehemaligen Funktion für die Frömmigkeit, Jenseitsvorsorge und besonders die verschiedenen Formen des Ablasswesens transparent werden zu lassen.

Informationen zur Ausstellung
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Letzte Änderung: 10.11.2017 | *eSignatur