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Schlosspark Planitz

Schlosspark Planitz

Der Planitzer Schlosspark ist ein Denkmal der Gartenkunst und repräsentiert den Landschaftsgarten der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er ist eine der wenigen erhaltenen Neuschöpfungen Carl Eduard A. Petzolds. Als herausragende Persönlichkeit der Gartenkunst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist sein Schaffen für eine spätklassisch-romantische Stilform englischer Landschaftsgärten in Deutschland typisch.

Nach anfänglich rein wirtschaftlicher Nutzung als Obst-, Gemüse- und Flachsgarten, dient die Fläche vor dem Schloss spätestens seit der Anlage des Lustgartens unter Hans Christoph von Arnim 1768/72 auch der Repräsentation, der Geselligkeit und Erholung für die Schlossherrschaft. Nach der Übernahme von Schloss und Park durch die Stadt Planitz und anschließender Erneuerungsarbeiten wurde der Schlosspark 1935 für die Bevölkerung geöffnet.

Der 7,3 ha große Landschaftspark ist Teil des Schlossensembles Planitz mit Schloss, Park, Kirche und Friedhof sowie Lukaskirche und dem Gemeindefriedhof Planitz. Obwohl nur von geringer Flächenausdehnung, gewinnt der Park an Größe und Vielfalt dank einer Folge ineinander übergehender Räume. Die Wirkung wird durch die geschickte Nutzung topographischer Gegebenheiten, einem kulissenartigen Aufbau der Gehölzbestände sowie durch gezielte Auswahl und Anordnung der Gehölzarten, insbesondere der Baumarten und deren Formen gesteigert. So entstehen im Wechsel der Jahreszeiten sich farblich ständig verändernde Bilder.

Der Erlebniswert der Anlagen ist heute im Wesentlichen auf die Parkräume und das Teehaus beschränkt. Entgegen Petzolds Planungen mit großzügigen Ausblicken in die Landschaft entsprechend des im 19. Jahrhundert allgemein und von Petzold im besonderen verfolgten Anliegens der Landesverschönerung gibt es heute nur noch bedingt Ausblicke nach Osten.

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Letzte Änderung: 08.06.2009 | *eSignatur