Themennavigation Hauptnavigation Metanavigation Breadcrumb-Navigation Inhaltsbereich Suchfunktion

Kopfbereich

Zurück zur Startseite

Themen-Navigation

Inhaltsbereich

Historisches Markttreiben 2017

Zwickau lädt zum Historischen Markttreiben wie zu Schumanns Zeiten ein

Wenn am 9. und 10. September, 11 Uhr, vor dem Rathaus Moritatensänger von schaurigen Morden singen oder Balthasar Briesemuth Biedermann so manchen Scherz zu singen weiß, dann ist es wieder Zeit, das Historische Markttreiben wie zu Schumanns Zeiten zu eröffnen. Jährlich am zweiten Septemberwochenende ist Zwickau Gastgeber des Spektakels, das sich der Zeit Robert Schumanns – dem Biedermeier – widmet.

Domhof, Korn- und Hauptmarkt verwandeln sich dann in bunte Marktplätze mit liebevoll dekorierten Ständen, an denen Händler handgefertigte Produkte anbieten und so mancher Handwerksmeister einen Blick hinter die Kulissen seiner traditionsreichen Zunft gewährt.

Seit 2010 steht das Markttreiben ganz im Zeichen Robert Schumanns, der in Zwickau 1810 das Licht der Welt erblickte und in der Stadt an der Mulde seine Kinder- und Jugendtage verbrachte. Doch auch später kehrte er immer wieder gern in seine Heimatstadt zurück. Zwickau und Schumann, das war und ist bis heute, eine innige Beziehung, die den Besucher mitnimmt zu einer Begegnung mit der Romantik. Bei einer Stadtführung durch die Altstadt geht es auf den Spuren Schumanns hinein in die Zeit des Biedermeier in Zwickau. Eine Rolle wird dabei sicher auch eine der schönsten Liebesgeschichten des 19. Jahrhunderts spielen, nämlich die von Robert und seiner Clara. Romantischer hätte es auch die Autorin Jane Austin nicht schreiben können.

Wer vom Stadtbummel müde ist, kann sich gern mit einer der beiden Kutschen durch Zwickau fahren lassen. Zur Schumann-Zeit war die Pferdekutsche – oder genauer die Postkutsche – das meistgenutzte Reisegefährt. Das Eisenbahnwesen steckte noch in den Kinderschuhen und das Fliegen war ein großer Traum. Und trotzdem waren die Menschen unterwegs durch die Welt. Man denke nur an die Reisen Marco Polos zum Beispiel. Die Priesterhäuser widmen sich dem Thema Reisen im 19. Jahrhundert, denn ein Zwickauer Brüderpaar ging tatsächlich auf Weltreise. Die Souvenirs, die sie dabei sammelten, gelangten durch eine Schenkung an die Priesterhäuser, die diese als Schätze aus dem Museumsdepot vorstellen. Ergänzt wird dies durch Lesungen von Reiseberichten verschiedenster Art. Das Deutsch-Chinesische Zentrum aus Dresden beteiligt sich mit einigen Mitmachprogrammen wie dem Falten von Lotusblumen, Langbogenschießen oder der Demonstration einer typisch chinesischen Teezeremonie.

Im Robert-Schumann-Haus wird es an beiden Tagen musikalisch. Samstag bieten die beiden Professorinnen aus Hamburg, Helga von Wangenheim (Lesung) und Raminta Lampsatis (Klavier) mit der Sängerin Darynn Zimmer (Sopran) unter dem Titel „Schumann und Goethe“ eine musikalische Lesung. Am Sonntag ab 15 Uhr sind sie abermals mit Sängerin Leslie Leon (Mezzosopran) an Schumanns Geburtsstätte zu Gast. Diesmal mit einem Programm unter dem Titel „Robert und Clara Schumann im Baltikum“.

 

Ein bunter Reigen aus Melodien, Geschichten und Schabernack

 

Auf den Plätzen der Stadt geht es derweil bunt und unterhaltsam zu. Künstler wie der bereits erwähnte Balthasar Briesemuth Biedermann oder aber die Hofheimer Moritatensänger bieten gruselige und unterhaltsame Geschichten, die sich unlängst ereigneten. Da kann es einem schon einmal kalt den Rücken hinunter laufen. Die Akrobaten von Schrebers Erben! versuchen am Sonntag mit allerlei sportlicher Aktivität das Publikum zu disziplinieren. Zucht und Ordnung sind schließlich nicht zu verachtende Maßstäbe für ein geordnetes Weltgefüge, ob das wohl gut geht?

Auch das kleine Gelenauer Marionettentheater mit Ziegenspannwagen hält für alle Besucher die eine oder andere hübsche Geschichte parat. Die Zwickauer Stadtpfeifer spielen ebenso zu Ehren ihrer Stadt und aus Anlass dieses Festes auf. Der Gaatzinger, Geschichtenschnitzer aus dem Erzgebirge, mit seiner Stollenmaus Kleopatra möchte besonders die kleinen Gäste mit seiner Kunst verzaubern.

Das erste Mal ist das Theater Wohlgestalt zu Gast in der Robert-Schumann-Stadt. Walking Acts auf Stelzen zaubern ein ganz besonderes Flair auf die Fläche.

Ebenfalls zum ersten Mal beim Markttreiben dabei sein wird das Zwickauer Puppentheater. Am Samstag laden sie Jung und Alt zu „Einer kleinen Geschichte“ in die Räume der Galerie am Domhof ein. Dort wartet auch eine kleine Überraschung auf die Besucher. 

Eine weitere Attraktion ist das Nostalgiekarussell auf dem Domhof. Interessant für große und kleine Naschkatzen ist auch die Maschine von Hanz Dampf. Auf wundersame Weise zaubert sie Zuckerwatte vom Feinsten. Vielleicht lässt der freundliche Herr aus längst vergessener Zeit die Besucher auch selbst das Geheimnis des süßen Zaubers ausprobieren.

Das Historische Markttreiben wie zu Schumanns Zeiten bietet aber auch eine Vielzahl an historischen Zünften. So kann man in diesem Jahr unter anderem dem Wippdrechsler, einer Filzerin oder aber einem Drehorgelbauer über die Schulter schauen. In Schauvorführungen und Gesprächen verraten die Handwerksmeister viel über alte Traditionen, Bauweisen und geben einen anschaulichen Einblick in ihre Zunft.

Natürlich sind auch wieder die Spiele im Großformat auf dem Kornmarkt zu finden und am Fotostand auf dem Hauptmarkt werden Fotos im historischen Kostüm gemacht – einzig die Technik ist etwas moderner, ein Bild dauert heute nicht mehr zwanzig Minuten. Am Bastelstand, den das Kulturamt betreut, werden in diesem Jahr lustige Baumstamm-Wichtel für Küche, Garten, Balkon oder Kinderzimmer gebastelt.

Am Sonntag öffnet auch der Dom St. Marien seine Pforten kostenfrei für Besucher. Zwischen 12 und 16 Uhr gibt es stündliche Turmführungen (3 Euro/Person). Die jungen Besucher erwartet u.a. ein Riesenpuzzle des Altars.

Die Stadt in Historischen Ansichten – Der neue Postkartenkalender des Stadtarchivs Zwickau für das Festjahr 2018

 

Mit dem Historischen Postkartenkalender des Stadtarchivs für das Jubiläumsjahr 2018 begeben wir uns auf einen Spaziergang durch Zwickau. In der Vergangenheit als „Rußzwicke“ verrufen, zeigt die Stadt heute ihr schönes Gesicht. Doch auch die Fotos, die zum großen Teil aus den 1970er und 1980er Jahren stammen, bilden Orte ab, die schon immer ihren Charme versprühten – der Reiz der durchfließenden Mulde, die grünen Oasen von Schwanenteichpark, Schlosspark Planitz oder Park „Neue Welt“  im Wechsel der Jahreszeiten, aber auch so manche Häuserzeile, an der man im Alltagsstress oftmals achtlos vorbeieilte.

Eine kleine Auswahl  an sehenswerten Motiven aus der Fotosammlung des Stadtarchivs bilden den Schwerpunkt des neuen Kalenders, der traditionell zum Historischen Markttreiben zum Preis von 6 Euro am Stand des Stadtarchivs auf dem Domhof und ab dem 12. September in den Priesterhäusern, den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, dem Robert-Schumann-Haus und im Stadtarchiv käuflich erworben werden kann.

Da der Kalender in einer limitierten Auflage von 500 Stück herausgegeben wird, sich aber mittlerweile einer großen Beliebtheit erfreut, sollte man sich rechtzeitig sein Exemplar sichern, denn: Weihnachten kommt ganz bestimmt.

Unterstützt wird das Historische Markttreiben von der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM).

 

Flyer (*.pdf, 1151 KB)
PlakatBild vergrößern

Der würdige Herr im roten Gehrock unterhält die Gäste mit Musik und Schabernack.

Mit der Historischen Postkutsche durch Zwickaus Altstadt.

Kontakt

Kulturamt

Grit Weise,

Postanschrift
PF 20 09 33
08009 Zwickau
Besucheranschrift
Kolpingstr. 8
08058 Zwickau
Öffnungszeiten
Di
9-12 und 13-18 Uhr
Do
9-12 und 13-15 Uhr
Telefonnummer
0375 83-4120
0375 83-4119
Faxnummer
0375 83-4141

Fußzeile

zum BITV-Test
Letzte Änderung: 04.09.2017 | *eSignatur