Beifallssturm beendet Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb

veröffentlicht am: 16.06.2008

Pianistin aus Japan und Sängerin aus Deutschland sind die 1. Preisträger


Die Zwickauer und ihre Gäste haben am Sonntagabend im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt" die Preisträger des XV. Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbes gefeiert. Ein Beifallssturm kam bei der Siegerin im Klavier-Wettbewerb, Mizuka Kano aus Japan, auf, nachdem sie zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau traditionell Schumanns Konzert für Klavier und Orchester (op. 54) aufgeführt hatte. Begeisterung ernteten auch die Gewinnerin im Fach Gesang, Mezzosopranistin Anne-Theresa Albrecht, und der zweite Preisträger bei den Herren, Bariton Christoph Pohl, beide aus Deutschland. Zu spüren war die besondere Sympathie des Publikums für den jungen koreanischen Pianisten Da Sol Kim, der schon während des Wettbewerbs die Zuhörer mitriss.


Wenige Stunden zuvor hatten der Oberbürgermeister der Stadt Zwickau und der Vorsitzende der Robert-Schumann-Gesellschaft im Geburtshaus des Komponisten die Preise und Diplome überreicht. Im Fach Klavier gingen die beiden ersten Preise und zwei Diplome an Japanerinnen. Im Gesang dominierten die deutschen Teilnehmer. Die Goldmedaille bei den Damen erhielt Anne-Theresa Albrecht. Bei den Herren wurde kein erster Preis verliehen, dafür der zweite geteilt - einen davon gewann Christoph Pohl. Dr. Gerd Nauhaus, der Leiter des Wettbewerbs, wies auf die emotionale Tiefe von Schumanns Werken hin, "die in unserer Zeit eine besonders spürbare Lücke schließen hilft und den neben allem technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt immer mehr schwindenden Vorrat an Geist, Herz und Gemüt wieder auffüllen hilft".


Der Wettbewerbsvorsitzende legte allen 108 Teilnehmern ans Herz, das Erbe Robert Schumanns zu pflegen - er gehöre zu den Großen der Musikwelt. Wenn alle diese Aufgabe wahrnehmen, schloss er seine Rede ab, "dann gibt es vor allem einen Gewinner, einen Sieger: Robert Schumann selbst."


Resümierend bezeichnete Nauhaus nach der Preisverleihung die XV. Auflage als einen sehr guten Wettbewerb. „Wir hatten ein gutes Feld, einen guten Durchschnitt der Teilnehmer - und zwar fast von der ersten Runde an - und eine sehr gute Spitze. Ich bin mit der Auswahl der Teilnehmer sehr zufrieden. Dass eine Goldmedaille nicht vergeben wurde, ist nicht schlimm. Dafür haben wir einen anderen Preis geteilt.


Der diesjährige Wettbewerb hat uns gezeigt, dass es sich lohnt, den Schumann-Wettbewerb weiterzuführen, weil er verschiedene Spezialitäten hat. Da ist vor allem die Konzentration auf einen Komponisten, die bei anderen Wettbewerben nicht so deutlich ist. Und da ist die besondere Betonung des Liedgesangs - es gibt Gesangswettbewerbe, Opernwettbewerbe und andere, aber dass der Liedgesang, speziell das Schumann-Lied so betont wird und im Zentrum steht, das ist etwas Besonderes und das wird die Anziehungskraft unseres Wettbewerbes erhalten." Den wiederholten Erfolg der Pianisten aus Fernost erklärte Gerd Nauhaus so: „Die Beobachtung zeigt, dass Künstler aus Fernost, speziell aus Japan und Korea, sehr stark nach Europa drängen und zwar an die Hochschulen. Sie lassen sich hier ausbilden und suchen sich meist auch die besten Lehrer aus, sodass ihr Erfolg nicht so sehr verwunderlich ist."

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