Infoveranstaltung für Unternehmen - Rund 100 Gäste nutzten Workshops und Ideenaustausch im Rathaus

veröffentlicht am: 29.05.2019

Das Büro für Wirtschaftsförderung informiert:

„Zukunftsfähige Personalarbeit in KMU! Aber wie?“ – diese Frage stand gestern, Dienstag, 28. Mai 2019, im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung für kleine und mittelständische Unternehmen, zu der die Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis Zwickau in den Bürgersaal des Rathauses eingeladen hatten.

Carsten Michaelis, Beigeordneter des Landkreises Zwickau, ging in seiner Begrüßung auf die besondere Situation in der Personalarbeit gerade für kleine und mittelständische Firmen ein. „Der Wettbewerb besteht heute weniger um Kunden und Aufträge, vielmehr geht es um den Kampf um die fähigsten Köpfe. Allerdings“, so der Beigeordnete, „stehen Sie mit diesen Herausforderungen nicht allein. Auch in unserer Landkreisverwaltung ist der Wettbewerb um passende Fachkräfte längst angekommen.“

In ihrem Impulsvortrag zum Thema „Herausforderungen und Strategien einer nachhaltigen Personalarbeit“, legte Frau Prof. Dr. Uta Kirschten von der Westsächsischen Hochschule Zwickau den Fokus auf den Dreiklang aus wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, ökologischer und sozialer Verträglichkeit. "Setzen Sie sich gezielt mit den Bedürfnissen Ihrer Mitarbeiter, mit Arbeitszufriedenheit und Anreizsystemen, die Sie als Arbeitgeber bieten, auseinander." motivierte sie die Anwesenden.

Gute Beispiele und Vorschläge, wie man sein Unternehmen in Sachen Personalarbeit zukunftsfähig machen kann, gab es auch in der anschließenden Podiumsdiskussion:

So stelle Lukas Roth, Geschäftsführer der Roth GmbH aus Lichtentanne, insbesondere die Unternehmenskultur des Schultütenproduzentens inklusive gemeinsamer Entscheidungsfindung vor. „Wir haben inzwischen den Luxus, nur noch ganz selten Stellenanzeigen veröffentlichen zu müssen. Wir decken unseren Personalbedarf unter anderem über Freunde und die Familien der Mitarbeiter." Für das Unternehmen spreche auch die Atmosphäre der Wertschätzung untereinander.

Susann Götz von der Firma IPlaCon stellte die Zwickauer Wirtschafts- und Industriekontakte ZWIK als Möglichkeit zur Gewinnung von akademischem Nachwuchs vor und lobte gleichzeitig bei ihrem eigenen Arbeitgeber das gelebte Feedback und die offene Kommunikation.

Silvia Vogel von den Heinrich Schmid GmbH & Co. KG stand in der Runde stellvertretend für das Handwerk. Sie berichtete von guten Erfahrungen mit der Methode "Mitarbeiter werben Mitarbeiter", der zielgruppenspezifischen Nutzung verschiedener Online-Portale und fasste an die Gäste gerichtet zusammen: "Jeder Ihrer Mitarbeiter ist ein potentieller Recruiter. Je besser er sich mit dem Unternehmen identifiziert, desto besser für Sie!"

Am Nachmittag konnten sich die Teilnehmer in vier verschiedenen Workshops Einblicke in verschiedene Themen, wie strategische und nachhaltige Personalarbeit, Generationsunterschiede unter den Mitarbeitern, Social Media als Instrument für die Fachkräftegewinnung sowie Aus- und Weiterbildungskonzepten im Zeitalter der Digitalisierung, verschaffen.

Dr. Ina Meinelt von der P3N Marketing GmbH, die die Veranstaltung moderierte, zog Fazit: „Es waren viele interessante Aspekte dabei, eines wurde aber immer wieder deutlich: Die Kommunikation muss stimmen. Kommunikation zwischen Chef und Mitarbeitern, zwischen den Abteilungen und auch zwischen den Generationen ist die Basis für ein gutes und zukunftsfähiges  Miteinander.“

Die Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis Zwickau organisierten die Informationsveranstaltung für Unternehmen bereits zum dritten Mal gemeinsam. Im vergangenen Jahr standen unter dem Stichworten „Arbeitgebermarke, Mitarbeiterbindung und Zukunftssicherung“ Konzepte gegen Fachkräftemangel im Fokus.

Sandra Hempel, Leiterin des Zwickauer Büros für Wirtschaftsförderung schlussfolgerte nach einem ersten Blick auf den zahlreichen Feedbackbögen: "Das Thema Fachkräftemangel beschäftigt die Unternehmen in allen Bereichen nach wie vor sehr. Wir nehmen aus der heutigen Veranstaltung wieder viele wichtige Impulse mit für unsere Arbeit und künftige Projekte mit.“