75 Jahre Robert Schumann Konservatorium

veröffentlicht am: 29.03.2022

Das Robert Schumann Konservatorium informiert:

Unter dem Motto „75 Jahre KON – das klingt!“ feiert das Robert Schumann Konservatorium der Stadt in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen, gemeinsam mit Schülern, Freunden und Unterstützern. 

Ein Festkonzert zum Auftakt des Jubiläumsjahres

Das Festjahr wird am 8. April 2022 um 19 Uhr mit einem Konzert im Robert-Schumann-Saal des Konservatoriums eröffnet. Die Programmgestaltung übernehmen Lehrkräfte zusammen mit ehemaligen Schülern des Konservatoriums. Es erklingen Werke u. a. von Johann Ludwig Krebs für zwei Cembali, von Johann Sebastian Bach für zwei Gitarren, von Richard Strauß für Gesang und eine Eigenkomposition des ehemaligen Schülers Nathanael Wachsmuth. Moderiert wird das Konzert von Kerstin Wünsch. Aufgrund der eingeschränkten Sitzplatzkapazität ist eine Voranmeldung unter Telefon 0375 88371970 bzw. per Mail: inforsk-zwickaude notwendig.

Konzerte in schönen Spielstätten, sehenswerte Ausstellungen im KON

Weitere Konzerte finden nicht nur im Konservatorium, sondern auch u. a. in der Katharinenkirche, im Robert-Schumann-Haus, in der Galerie am Domhof und in den Kunstsammlungen Zwickau Max-Pechstein-Museum statt. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres ist am 30. September ein Festkonzert im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ geplant. Ein Ehemaligen-Treffen findet einen Tag später im Konservatorium statt. 

Das Jubiläumsjahr wird auch von verschiedenen Ausstellungen im KON begleitet sein. Im Haus 3 und 4 erfährt man Interessantes und Wissenswertes zur Geschichte des Konservatoriums. Eine Ausstellung besonderer Art ist auf der Durchgangsebene zwischen Haus 1 und 2 zu sehen. Andreas Bacher, Saxophonlehrer am Konservatorium, hat über viele Jahre Ausreden von Schülern zum Thema „Ich konnte nicht üben...“ gesammelt. Der Crimmitschauer Karikaturist Lutz Hanzig hat einige dieser Ausreden mit einem kleinen Augenzwinkern illustriert. Aktuelle Informationen zum Festjahr gibt es auf www.rsk-zwickau.de (Aktuelles & Veranstaltungen – 75 Jahre KON).

Rückblick: Die Geschichte des Zwickauer Robert Schumann Konservatoriums

Als eine der ältesten und traditionsreichsten Musikschulen in Sachsen hat das Robert Schumann Konservatorium einen festen Platz in Zwickau und in der westsächsischen Region. Erfüllt von der Idee, für den Südwestsächsischen Raum eine Kunstfachschule schaffen zu wollen, wurde unter der Leitung des Violin-Pädagogen Professor Siegfried Eberhardt und mit Hilfe des Rates der Stadt Zwickau, des Kulturbundes und der Gewerkschaft 1946 die „Robert-Schumann-Akademie – Institut zur Erziehung des Volkes zur Kunst“ gegründet. Die Unterrichtstätigkeit begann am 2. Mai 1947 in der Lothar-Streit-Straße 10. 

Im Jahr 1951 wurde die Robert-Schumann-Akademie zu einer Fachschule mit einer vorgelagerten Fachgrundschule. Mit diesem Wechsel erfolgte auch der Umzug in die Crimmitschauer Straße 1b, dem heutigen Standort. Der vollständige Name des Institutes lautete nun „Robert-Schumann-Konservatorium und Musikschule – Staatliche Fachschule und Fachgrundschule für Musik Zwickau (Sachsen)“. Die Fachgrundschule, aus heutiger Sicht eine allgemeinbildende Schule mit vertiefter musikalischer Ausbildung, diente der Vorbereitung auf das Studium in der Fachschule. Die Fachschule selbst führte zum Beruf des Orchestermusikers, des Sängers und zum Beruf des Volksmusikerziehers, schuf aber auch Möglichkeiten des Übergangs an eine Hochschule.

1963 musste die Fachschule wieder geschlossen werden. Aus der Fachgrundschule wurde eine Bezirksmusikschule mit überregionalen Aufgaben zur Förderung besonders begabter Kinder und Jugendlicher. 1992 erhielt das Konservatorium den Status einer Landesmusikschule, seit 1996 wird das Konservatorium als kommunaler Eigenbetrieb der Stadt Zwickau geführt. Ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte und Entwicklung war 2012 der Umzug in den sanierten und erweiterten Gebäudekomplex. Seitdem stehen den Schülerinnen und Schülern und Pädagogen hervorragende Unterrichtsbedingungen zur Verfügung. 

Ansicht Haus 2 und Haus 4 (1908)
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Ansicht Haus 2 und Haus 1
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Crimmitschauer Str. 1, Stiftgelände um 1910
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Der Innenhof nach der Sanierung.
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