Galerie am Domhof zeigt Arbeiten von Annette Fritzsch

veröffentlicht am: 20.09.2022

Das Kulturamt informiert:

Im Rahmen einer Ausstellung mit dem Titel „Retrospektive“ werden in der Galerie am Domhof Arbeiten der Künstlerin Annette Fritzsch gezeigt. Die facettenreiche Schau vereint Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Grafik, Illustration, Exlibris, Plastik und Fotografie. Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 2. Oktober 2022 mit einer Vernissage eröffnet und ist danach bis zum 27. November zu sehen.

Die Zwickauerin Annette Fritzsch studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit ihrem Diplom-Abschluss 1987 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig. Zwischen 1992 und 1995 absolvierte sie ein Aufbaustudium mit Abschluss als Meisterschülerin an der HGB Leipzig bei Prof. Gerd Wunderlich und arbeitet seither an verschiedenen künstlerischen Projekten. Im Eigenverlag „Auerbachpresse“ entstehen durch ihre Gesamtgestaltung bibliophile Kostbarkeiten. Gleichzeitig übt Annette Fritzsch eine Lehrtätigkeit u. a. als Dozentin des Förderstudios für Malerei und Grafik für Kinder und Jugendliche im Kunstverein Zwickau e. V. aus. Zudem ist sie Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler und im Chemnitzer Künstlerbund sowie Vorstandsmitglied im Kunstverein Zwickau e. V.

In der Retrospektive zeigt die Galerie am Domhof ausgewählte Werke von Annette Fritzsch, die den Betrachter nicht selten in eine geheimnisumwobene Tier- und Pflanzenwelt entführen. Demgegenüber stehen aber auch Landschaften oder fein beobachtete Szenen, die Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zeigen. Dabei sind insbesondere die Malereien der Künstlerin oft von einer expressiven Farbigkeit gekennzeichnet. Die Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Illustration, Exlibris, Plastik und Fotografie spiegeln Spuren eines Weges, der erfüllt ist von Begegnungen, Geschichten, Glücksmomenten, Verborgenem, verwobenen Systemen sowie der Lust auf Formen und Farben

Im Kabinett: Erik-Magnus Winnertz und Paul Schmidt-Roller

Parallel dazu wird vom 2. Oktober bis zum 27. November 2022 auch eine neue Ausstellung im Kabinett der Galerie am Domhof zu sehen sein. Sie stellt zwei langjährige Dozenten der renommierten Zwickauer Mal- und Zeichenschule vor, die 1948 von Karl-Heinz Schuster und Prof. Carl Michel gegründet wurde und bis 1963 bestand.

Zum einen widmet sich die kleine Schau dem Maler und Grafiker Erik-Magnus Winnertz, der 1900 in Hannover geboren wurde. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste Dresden und wurde Meisterschüler bei Prof. Otto Dix. Ab 1933 war er zunächst in Dresden freischaffend tätig, arbeitete dann als Zeichner und kam 1945 nach Zwickau, wo er (mit Unterbrechung) an der Mal- und Zeichenschule dozierte. Winnertz verstarb 1977 in Neustadt/Pfalz.

Zum anderen zeigt die Exposition Malereien des 1891 im heutigen Zwickauer Stadtteil Cainsdorf geborenen Künstlers Paul Schmidt-Roller. Dieser absolvierte ein Studium an der Kunstschule Plauen und war danach als Textilgestalter tätig. Nach seiner Lehrtätigkeit an der Kunstschule Plauen wirkte Schmidt-Roller ab 1945 freischaffend in Zwickau und war hier von 1952 bis 1963 Dozent an der Mal- und Zeichenschule. Im Jahr 1960 erhielt Paul Schmidt-Roller den Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau. Er starb 1964 in Steinpleis. 

Bei den gezeigten Werken handelt es sich um Leihgaben der KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum.

Die Ausstellung wird am 2. Oktober mit einer Vernissage eröffnet.
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