Revitalisierung des Kaufhauses Schocken

Der Standort des ehemaligen Kaufhaus Schocken hat ein erhebliches geschichtliches Potential. Um 1930 war „Schocken“ die viertgrößte Warenhauskette deutschlandweit mit Hauptsitz und mehreren Objekten in Zwickau. Der Konzern entwickelte in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts mit zahlreichen weiteren Standorten in ganz Deutschland, wie z.B. in Chemnitz, Stuttgart, Nürnberg, Cottbus, etc. eine neue Verkaufs- und Mitarbeiterkultur. Die Schocken Kaufhäuser waren geprägt von moderner Architektur, oft auch im Bauhausstil. Die Kaufhausfassaden zur Hauptstraße und zum Marienplatz zeigen mit Ihrer Gestaltung und Materialität die Bedeutung des Standortes für die Stadt Zwickau.

Die GP Papenburg Hochbau GmbH beabsichtigt das Projekt als privater Investor zu revitalisieren und eine nachhaltige Nutzung zu erreichen. Vorgesehen ist die Etablierung hochwertiger Einzelhandels- und/oder Gastronomienutzung im Erdgeschoss. Diese wird erheblich zu einer Aufwertung der Hauptstraße und des Marienplatzes beitragen. Richtung Marienplatz soll ein Hotel hinter der historischen Fassade errichtet werden. Die Stadt und der Investor sehen durch ein gut funktionierendes Hotelkonzept eine erhebliche touristische Aufwertung des Zentrums. Hinter der prägenden historischen Fassade zur Hauptstraße sollen in den Obergeschossen moderne Büros entstehen. Hier werden zukünftig unter anderem Ämter der Zwickauer Stadtverwaltung sowie Landesbehörden des Freistaates Sachsen untergebracht sein.

Das Projekt wurde für Maßnahmen zum Substanzerhalt und zur Bauwerkssicherung im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramm VII der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien (BKM) gefördert. Die weitere Realisierung der Baumaßnahme soll über das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus gefördert werden. Über dieses Förderprogramm werden investive Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert.

Kaufhaus-Fassade Marienplatz, um 1935
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Kaufhaus-Fassade von der Wilhelmstraße aus gesehen, um 1927
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Kaufhaus Schocken Wilhelmstraße, 1924
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Kaufhaus-Fassade Marienplatz
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