Bestand Bauakten - Bauaktenarchiv

1835 wurde der Zwickauer Stadtrat von der Kreisdirektion aufgefordert zur Durchsetzung der baupolizeilichen Regelungen eine Lokalbauordnung zu schaffen. Ab 1845 fand sie ihre Anwendung. Somit war die Einholung einer Baugenehmigung vorgeschrieben. Das Adressbuch von Zwickau aus dem Jahre von 1862 verweist erstmals auf die Existenz eines Stadtbauamtes.

Das Bauaktenarchiv in seiner jetzigen  Form besteht seit September 1988 und befand sich im "Goldenen Anker". Heute nach dem Umzug 1999 ins Vewaltungszentrum in der Werdauer Straße 62 gehören die Bauakten mit zum Stadtarchiv.

Aktuell befinden sich 757 lfm Bauakten in drei Rollregalanlagen im Untergeschoss des Hauses 5.

Der zeitliche Rahmen erschließt sich von 1843 bis heute. Und der Bestand erweitert sich ständig.

Die in städtischem Besitz befindlichen Bauakten werden vorwiegend von den Ämtern selbst genutzt. Private Nutzer mit berechtigtem Interesse benötigen diese Unterlagen weil ein Umbau, eine Sanierung oder ein Abriss bzw. Neubau beantragt werden soll. Gründe können aber auch ein Verkauf, Gutachten für Gerichte, aber auch Nachbarschaftsstreitereien sein.

Eine große Rolle spielten die Bauakten nach der Wende im Jahr 1989 bei der Zurückführung von Grund und Boden in privates Eigentum (Antrag auf Restitution).