Historisches Markttreiben 2018

Drei Plätze – drei Epochen

Das Historische Markttreiben – Zwickau im Wandel der Zeit

Das Historische Markttreiben, das seit 2010 unter dem Titel „Wie zu Schumanns Zeiten“ steht, erfährt im Jubiläumsjahr der Stadt Veränderungen. So wird die Veranstaltung, die traditionell am zweiten Septemberwochenende stattfindet, eine kleine Reise durch „Zwickau im Wandel der Zeit“ unternehmen.

Am 8. und 9. September lädt die Stadt wieder auf den Domhof, den Haupt- sowie den Kornmarkt ein und bietet am Samstag und Sonntag ein buntes Programm.

Der Domhof entführt seine Gäste in die Vorreformatorische Zeit – das Mittelalter. Allerlei derbe Späße sorgen für Unterhaltung, Händler und Handwerker bieten Waren feil und der Ablasshändler befreit von Sünden.

Ein Stück weiter des Weges, auf dem Hauptmarkt mit seinen schicken Bürgerhäusern und dem Rathaus tauchen Besucher in die Zeit Robert Schumanns ein, der hier im Eckhaus – dem heutigen ihm gewidmeten Museum – 1810 das Licht der Welt erblickte. Gaukelei, Musik, Akrobaten und die historische Fahrradausstellung entführen in eine längst vergangene Zeit.

Der Kornmarkt mit der Westsächsischen Hochschule repräsentiert die Zeit der Industrialisierung und des beginnenden 20. Jahrhunderts, in der nicht nur Handwerk und Bergbau einen großen Schritt nach vorn machten, sondern auch so weltverändernde Entwicklungen wie das Automobil entstanden.

Neues und altbewehrtes in Einklang

Neu ist nicht nur die thematische Ausrichtung, sondern z.B. auch die verlängerte Veranstaltungszeit am Samstag bis 22 Uhr. Zudem gibt es einige Programmhöhepunkte, die man sich nicht entgehen lassen sollte. So wie die Führungen und Rundfahrten mit historischen Mobilen durch die Stadt:

Täglich ab 12 Uhr, stündlich

Stadtführungen mit dem Doppelstock-Pferdeomnibus anno 1880

Erwachsene 8 Euro/ermäßigt 5 Euro

Karten/Abfahrt: vor dem Robert-Schumann-Haus

Täglich ab 13 Uhr, alle zwei Stunden

Stadtrundfahrten mit dem Robur-Omnibus BJ 1989 – Chrom, Bier und Kohle

Erwachsene 5 Euro/ermäßigt 2,50 Euro

Karten: vor dem Robert-Schumann-Haus

Treffpunkt: Kornmarkt, vor der Westsächsischen Hochschule

Samstag, 14 Uhr

Führung durch die Westsächsische Hochschule Zwickau

Treffpunkt: Infostand der Westsächsischen Hochschule am Kornmarkt

Samstag, 15 und 16 Uhr

Historia Mobilitatis

Vorlesung in der Westsächsischen Hochschule über die Entwicklung der Mobilität

Treffpunkt: Infostand der Westsächsischen Hochschule am Kornmarkt

Samstag, 20 Uhr und Sonntag, 16 Uhr

Gänsehautgeschichten – Zwischen Schicksal und Mord durch Zwickau

Erwachsene 5 Euro/ermäßigt 3,50 Euro

Karten/Treffpunkt: vor dem Robert-Schumann-Haus

Samstag, 21 Uhr

Nachtwächterrundgang

Teilnahme ist kostenfrei

Treffpunkt: vor dem Robert-Schumann-Haus

Die Programme auf den Plätzen sind vielseitig und zeittypisch. So übernimmt Heureka Leipzig die gesamte Ausgestaltung des Domhofes und hat neben allerlei Händlern und Handwerkern auch so manchen Künstler und Spielmann im Gepäck. Dazu treibt noch der Ablasshändler sein (Un-)Wesen auf dem Platze. Die Massen zu unterhalten wissen „Flora & Faun“, der Marktmeister „Heinrich Konrad der Gote“, die Schmierenkomödianten „Rokus Krokus“ sowie das „Duo Rapauken“ oder der Gaukler und Narr „Xander“.

Auf dem Hauptmarkt und Kornmarkt berichten die „Hofheimer Moritatensänger“ von abscheulichen Verbrechen und gruseligen Vorkommnissen, „Biedermanns Bänkelsang“ weiß mit Schalk und Schabernack zu erheitern, der Zauberer „Narrateau“ und „Zirkus Meer“ werden die Menschen mit tollen Tricks und atemberaubender Hochseilakrobatik begeistern. Am Sonntag sind zudem „Schrebers Erben!“ zu Gast, die mit ihrer Akrobatik anno 1900 das Publikum zu Zucht und Ordnung rufen. Auf dem Ostspiegel gibt es außerdem eine Ausstellung historischer Fahrräder und Schauvorführungen im Sensendengeln.

Einen besonderen Gast kann man am Samstag 15 Uhr vor dem Rathaus begrüßen, wenn August der Starke seine Audienz gibt.

In der Keplerstraße geht es um die Handwerkskunst. Die Straße der Innungen widmet sich

unter Teilnahme der Zwickauer Kreishandwerkerschaft der Tradition von Handwerk. So geben, Dachdecker, Bäcker, Tischler, Fliesenleger, Ofensetzer, Schmied und Raumausstatter nicht nur Einblicke in Ihre Zunft wie sie heute ausgeführt wird, sondern haben auch das eine oder andere aus der Historie zu berichten. Was machen Mönch und Nonne gemeinsam auf dem Dach? Welches Brot aß man vor 1000 Jahren? Wo wurden die ersten Kacheln verbaut und seit wann gibt es Heizungen? All diesen Fragen lässt sich in der Straße der Innungen nachspüren.

Technische Entwicklungen und mobile Traditionen stehen auf dem Kornmarkt im Fokus. Mit dem August Horch Museum und der Westsächsischen Hochschule Zwickau beteiligen sich zwei, die wissen, wovon sie sprechen. Am Stand des August Horch Museums kann man nicht nur einige Automobile vergangener Zeiten bewundern, sondern auch Fahrten im Horch 951 buchen. Auch die Hochschule bietet an ihrem Stand einiges zum Mitmachen, aber auch eine Führung durch die WHZ sowie eine Vorlesung zur Geschichte des Elektromobils.

Was nicht fehlen darf ist das Thema Bergbau, war es doch das „schwarze Gold“, das Zwickau bis weit ins 20. Jahrhundert hinein prägte. Der Steinkohlenbergbauverein Zwickau steht ebenfalls auf der Fläche und hat vieles zu berichten.

Vorbeikommen lohnt sich! Zwickau im Wandel der Zeit entdecken, am 8. und 9. September jeweils ab 11 Uhr in der Zwickauer Innenstadt.

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Der würdige Herr im roten Gehrock unterhält die Gäste mit Musik und Schabernack.
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Mit der Historischen Postkutsche durch Zwickaus Altstadt.
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