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SUMMARY:Zwickauer Zeitzeugenbefragungen zu Flucht und Vertreibung
DESCRIPTION:<p>Anlässlich des „13. Tages der Archive 2026“ lud das Sta
 dtarchiv Anfang März zu der Veranstaltung „Alte Heimat – Neue Heimat.
  Zwickauer Zeitzeugenbefragungen zu Flucht und Vertreibung 1945/1946“ ei
 n\, die von mehr als 80 Personen besucht wurde. Aufgrund der großen Reson
 anz konnten leider nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Das Stad
 tarchiv hat sich daher entschlossen\, die Veranstaltung zu wiederholen. Ne
 uer Termin ist Samstag\, 9. Mai um 14 Uhr im Vortragssaal des Stadtarchivs
  (Crimmitschauer Str. 1). Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen begrenzt\
 , die Anmeldung erfolgt telefonisch oder per E-Mail (Tel.: 0375 834703\, E
 -Mail: stadtarchiv@zwickau.de).</p>\n<p>Grundlage der Veranstaltung ist d
 ie Abschlussarbeit von Madeleine Spörl im Rahmen der Ausbildung zur Facha
 ngestellten für Medien und Informationsdienste/Fachrichtung Archiv. Sie s
 prach mit 12 Personen\, die flüchten mussten oder vertrieben wurden und d
 ie zu diesem Zeitpunkt zwischen einem Jahr und 23 Jahre alt waren.</p>\n<
 p> </p>\n<p>Einer von ihnen ist Helmut Kinner\, der im Januar 1945 im Al
 ter von 23 Jahren die Flucht aus Breslau vor der Roten Armee erlebte. Mit 
 einem Sonderzug aus Güterwagons der Reichsbahn fuhren seine Eltern und er
  mit Frau und Kind tagelang ins Ungewisse. Dass sie nur Tage später in Zw
 ickau ankamen war reines Glück. Herr Kinner arbeitete anschließend in ei
 ner Kanzlei als Jurist.</p>\n<p> </p>\n<p>Ilse Mummert wurde am 7. Deze
 mber 1925 in Großendorf bei Steinau in Niederschlesien geboren. Nach Erla
 ubniserteilung durch den Ortsgruppenleiter konnte die Flucht vor der Roten
  Armee mit ihren Eltern und Schwestern am 23. Januar 1945 beginnen. Über 
 das Sudetenland kamen sie im März 1945 in Libotitz in der Nähe von Kaade
 n (heutiges Tschechien) an. Sie lebten dort bis zur Vertreibung durch die 
 Tschechische Republik im Mai 1945. Von Saaz über Tetschen-Bodenbach und H
 irschfelde erfolgte die Heimreise bis zum 5. Juni.1945. Die Familie lebte 
 bis Oktober 1946 wieder in ihrer Heimat bis die Ausweisung bzw. Vertreibun
 g durch Polen begann. Die Zugfahrt führte sie nach Elsterhost bei Hoyersw
 erda. Dort verbrachten sie zwei Wochen in einem Lager zur Entlausung bis s
 ie am 8. November 1946 nach Glauchau verwiesen und nach Meerane aufgeteilt
  wurden. Frau Mummert zog 1951 nach Zwickau und erlernte den Beruf der Kra
 nkenschwester.</p>\n<p>Laut zeitgenössischen Quellen waren zwischen 20.0
 00 und 22.000 Neubürger in der Stadt Zwickau registriert. Viele von ihnen
  kamen aus Schlesien und Ostpreußen.</p>
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