Max Pechstein-Förderpreis der Stadt Zwickau 2009 geht an Jacqueline Jurt

veröffentlicht am: 03.09.2009

Das Stipendium erhält: Sebastian Kuhn

 

Begründung der Jury 2009

Die Mitglieder der Jury haben sich nach intensiver Diskussion entschieden, dass Jacqueline Jurt den mit 5000 € dotierten Max-Pechstein-Förderpreis erhält. Das mit 3000 € dotierte Förderstipendium geht an Sebstian Kuhn.

Jacqueline Jurts Raumarbeit „Fehler im System" überzeugte die Jury vor allem durch die Konsequenz hinsichtlich der konzeptionellen und formalen Aspekte. Es beeindruckte sowohl ihr souveräner Umgang mit dem Museumsraum als auch der ästhetisch geführte Diskurs über das Medium Bild. Die Raumwirkung ergibt sich durch die differenzierten Farbflächen ebenso wie durch die Reflexionen der Farben im Raum. Der Perfektion des „Testbildes" und seiner hohen technischen Ästhetik steht in Jurts künstlerischer Arbeit eine Ästhetik der Farbflächen und der kalkulierten „Fehlerhaftigkeit" entgegen. Mit minimalen künstlerischen Mitteln entsteht eine äußerst intensive, sinnliche Wirkung.

 

In Sebstian Kuhns bildhauerischem Statement „Welcome home" beeindruckte besonders der installative Umgang mit dem sehr dominanten Kuppelraum des Museums. In der theatralen Inszenierung verschiedener Einzelobjekte entsteht einerseits eine neue Erzählung und andererseits ein Parcour der Sinne. Der gesamte Kuppelraum wird ein begehbares Kunstwerk, das dem Betrachter nicht nur visuelle, sondern auch haptische Erfahrungen vermittelt. Besonders die Visualisierung von Rhythmus und Materialität in der Arbeit „Jamming with Scofield" wurde von der Jury hervorgehoben.

 

Ausstellungseröffnung und feierliche Preisverleihung durch die Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß am Samstag, 5. September 2009, um 17 Uhr

Die Ausstellung mit Werken aller nominierten Künstler ist vom 6.9. bis 25.10.2009

Manuel Graf (geb. 1978, lebt in Düsseldorf)

Jacqueline Jurt (geb. 1973, lebt in Frankfurt a. M.)

Seb Koberstädt (geb. 1977, lebt in Düsseldorf)

Sebastian Kuhn (geb. 1977 lebt in Nürnberg)

Carina Linge (geb. 1976, lebt in Weimar)

 

Die Förderung zeitgenössischer, noch nicht etablierter Kunst zählt zu den wichtigen kulturellen Aufgaben, die ein Förderpreis ermöglicht.

Im Sinne des in Zwickau geborenen Künstlers Max Pechstein (1881-1955), der zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Speerspitze der künstlerischen Avantgarde gehörte, wird ein Förderpreis und ein Stipendium an junge Künstler (bis 35 Jahre) vergeben.

Seit 1995 wird nun zum sechsten Mal der Max-Pechstein-Preis als Förderpreis (dotiert mit 5000 €) vergeben, der 2003 durch ein zusätzliches Stipendium (dotiert mit 3000 €) zur Förderung junger Positionen in der Gegenwartskunst ergänzt wurde.

Viele der Förderpreisträger und Kandidaten haben sich heute im internationalen Kunstgeschehen etabliert (Tilo Schulz, Manfred Pernice, Jens Haaning, Laura Horelli, Florian Hecker, Jonathan Meese, Christoph Ruckhäberle u. a.).

Von anerkannten, mit zeitgenössischer Kunst vertrauten Kuratoren werden für den Preis fünf Künstler nominiert, die ihre Arbeiten in einer Ausstellung in den Zwickauer Kunstsammlungen präsentieren.

 

Die vorgeschlagenen Künstler und ihre Nominatoren:

Manuel Graf (Dr. Angelika Nollert, Direktorin des Neuen Museums Nürnberg)

Jacqueline Jurt (Marius Babias, Direktor des Neuen Berliner Kunstvereins)

Seb Koberstädt (Prof. Dr. Helmut Friedel, Direktor der Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München)

Sebastian Kuhn (Dr. Ulrike Lorenz, Direktorin der Kunsthalle Mannheim)

Carina Linge (Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Direktor der Kunsthalle Erfurt)

 

JURY

Dr. Marina von Assel, Direktorin Kunstmuseum Bayreuth

Hans-Jürgen Betz, Mitglied Kultur-, Sozial-, Sport- und Bildungsausschuss

Dr. Pia Findeiß, Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau

Dr. Petra Lewey, Leiterin Kunstsammlungen Zwickau

Elke aus dem Moore, Leiterin Abteilung Kunst des Instituts für Auslandsbeziehungen, Stuttgart

Dr. Gisbert Porstmann, Direktor Städtische Galerie Dresden/Kunstsammlung

Wilfried Stoye, Direktor Städtische Museen Zwickau

 

Zur Ausstellung erscheint zu jedem Künstler ein Katalogheft.

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