Bildung

Sowohl Zwickaus kulturelle Wurzeln als auch die der Bildung reichen bis ins 15./16. Jahrhundert zurück. In dieser Zeit der frühen wirtschaftlichen Blüte durch Handel und Handwerk sowie den Silberbergbau im nahen Erzgebirge war die Zwickauer Lateinschule weithin berühmt.

Als bekannteste Lehrer, die seinerzeit in Zwickau wirkten, sind zu nennen der Mineraloge und Arzt Georgius Agricola, der für die Stadtgeschichte bedeutende spätere Stadtschreiber und Ratsherr Stephan Roth - auch als Herausgeber Lutherischer Schriften bekannt - sowie der Verfasser von damals beliebten Schultheaterstücken Paul Rebhun.

Mit der industriellen Entwicklung - besonders des Steinkohlebergbaus und seiner Folgeindustrien - wuchs Ende des 19. Jahrhunderts der Bedarf an ingenieurtechnisch gebildeten Fachkräften. Für ihre Ausbildung wurden spezifische Schulen gegründet, in deren Tradition die Westsächsische Hochschule Zwickau (FH) steht - heute jedoch mit anderen Ausbildungsprofilen.

In engem Zusammenhang mit der eingangs erwähnten Lateinschule steht die Ratsschulbibliothek, welche 1498 erstmals nachweisbar erwähnt wurde und damit die älteste öffentliche Bibliothek Sachsens ist.