Höhepunkt des Schumann-Jahres steht bevor

veröffentlicht am: 10.05.2010

SCHUMANN-FEST vom 4. bis 12. Juni in Zwickau

Am 4. Juni beginnt der Höhepunkt des Schumann-Jahres in Zwickau: das SCHUMANN-FEST 2010. Insgesamt 16 Veranstaltungen finden an den neun Tagen statt, die insbesondere von international renommierten Künstlern wie Anne Theresa Albrecht, Daniel Barenboim, Hélène Grimaud, Jun Märkl oder dem Mailänder Ensemble La Gaia Scienza geprägt werden. Neben den unterschiedlichen Konzerten gibt es die Premiere der Oper Genoveva, das „dramatische Gedicht in drei Abteilungen mit Musik" Manfred, ein Ballett und eine Lesung, die Kunst- und Kulturmeile sowie zwei Sonderausstellungen zu erleben. Mit dem diesjährigen SCHUMANN-FEST wird damit zugleich die Tradition des vermutlich ältesten Musik-Festivals der Welt fortgeführt, das einem einzelnen Komponisten gewidmet ist.

Bereits seit Monaten ausverkauft ist das Festkonzert am 8. Juni. Die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim, der 2005 den Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau erhielt, wird an diesem Abend neben dem Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 auch die Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 (Frühlingssinfonie) erklingen lassen. Mit Marie-Elisabeth Hecker gestaltet eine ehemalige Schülerin des Robert-Schumann-Konservatoriums Zwickau als Solistin das von vielen Musikfans mit Spannung erwartete Festkonzert am 8. Juni. Im Alter von 18 Jahren gewann die 1987 geborene Künstlerin den Internationalen Rostropovich Cello-Wettbewerb in Paris mit gleich drei Spitzenpreisen. Erwartet wird an diesem Abend auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Glück haben Musikliebhaber, die keine Karten mehr erhielten: Das Konzert wird aus dem Saal in den Park der „Neuen Welt" übertragen, in dem zum Abschluss ein Feuerwerk gezündet wird. Es dürfte etwa um die Zeit stattfinden, zu der Robert Schumann vor genau 200 Jahren „abends halb zehn Uhr" das Licht der Welt erblickte.

Bereits am Nachmittag findet an diesem Tag rund um das Robert-Schumann-Denkmal ein buntes Geburtstagsfest statt. Angebote für Kinder oder musikalische Beiträge, etwa durch Künstler des Theaters Plauen-Zwickau, des Clara-Wieck-Gymnasiums oder des Robert-Schumann-Konservatoriums, werden das fröhliche Treiben prägen. Jungen und Mädchen aus den städtischen Kindertageseinrichtungen lassen dann als besonderen Geburtstagsgruß Luftballons in den Himmel steigen. Und eigens für diesen Anlass gestalten angehende Floristen Blumengestecke, die durch Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß sowie Vertreter der Robert-Schumann-Gesellschaft und des Theaters Plauen-Zwickau niedergelegt werden.

Das Schumann-Fest selbst beginnt am 4. Juni im Gewandhaus mit einer Rarität. Nicht nur ist Schumanns Genoveva seine einzige Oper, die besonders in den letzten Jahren durch Aufführungen in Italien und der Schweiz in ihren Qualitäten wiederentdeckt worden ist. Deutschlandweit wird es im Schumann-Jahr 2010 außer der Inszenierung des Theaters Plauen-Zwickau keine andere vollszenische Aufführung geben. Vor 35 Jahren gab es letztmalig eine szenische Aufführung in der Geburtsstadt des Komponisten. Freuen können sich Besucherinnen und Besucher im weiteren Verlauf auf ein Kammerkonzert auf Originalinstrumenten mit La Gaia Scienza (Mailand) oder eine Liedmatinee mit Anne-Theresa Albrecht, die beim Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang 2008 den ersten Preis erreichte. Zu erleben sind weiterhin die Eröffnung der Ausstellung „Leben wie zu Schumanns Zeiten" und eine Lesung mit Peter Härtling. Das Ballett „love.song.letters", „Musikalische Erzählungen", ein Schumann-Schauspiel, die Aufführung des Manfred oder ein Konzert mit der Chanson-Sängerin Kitty Hoff sind weitere Beispiele für das abwechslungsreiche Programm. Ihren Abschluß finden die Festtage mit einem Open-Air-Ereignis, das zugleich einen Auftakt darstellt. Der Abend mit der französischen Pianistin Hélène Grimaud auf dem Hauptmarkt ist das Eröffnungskonzert für den MDR-Musiksommer.

Das Programm bietet somit - wie das gesamte Zwickauer Schumann-Jahr - eine breite Palette der Angebote. Es gibt besondere Events, die sich auch an ein jüngeres und jüngstes Publikum richten und es gibt Veranstaltungen, bei denen der Eintritt frei ist. Die Vielfalt der Veranstaltungen, aber auch die unterschiedlichen Auseinandersetzungen mit Robert Schumann entsprechen dabei seinem Leben und insbesondere der Vielfalt seines Schaffens. Das Zwickauer SCHUMANN-FEST 2010 knüpft damit an die Tradition des ersten SCHUMANN-FESTES im Jahr 1847 an, das von Teilnehmern als ein wahres „Volksfest" beschrieben wurde.

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