„Wände her für Max Pechstein!" - Max-Pechstein-Museum

veröffentlicht am: 11.04.2014

Lange war es nur ein Traum: ein eigenes Museum für Max Pechstein (1881-1955). In den Kunstsammlungen Zwickau findet sein Lebenswerk jetzt einen attraktiven Ausstellungsort.

Ab Samstag, dem 12. April werden über 40 Werke aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit gezeigt - darunter Gemälde, Skulpturen und kunstgewerbliche Arbeiten. Damit würdigt seine Geburtsstadt ihren bedeutenden Sohn.

Bekannt wurde Pechstein als Mitglied der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe „Brücke" durch seine farbintensiven Gemälde mit Darstellungen von Mensch und Natur. Die Spannbreite seines künstlerischen Schaffens reicht jedoch weit über die bedeutenden Werke aus der „Brücke"-Zeit hinaus. So werden in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum Arbeiten aus sechs Jahrzehnten zu sehen sein. Damit stellt erstmals in diesem Umfang eine museale Dauerausstellung das Werk des herausragenden deutschen Expressionisten vor. Die Auswahl spannt den Bogen von der frühen, 1896 entstandenen Studie des jugendlichen Pechstein bis zum letzten Gemälde aus dem Jahr 1953. Die Schau beinhaltet neben den Landschaften und Stillleben zudem dekorative Werke wie Glasbilder und Skulpturen, aber auch die weniger bekannten Mosaike. Ebenso gehören bisher kaum öffentlich gezeigte Porträts von Familienangehörigen oder das farbenfrohe, fast surreal zu bezeichnende Spätwerk des Künstlers zu den Besonderheiten dieser Präsentation. Einen absoluten Höhepunkt stellen allerdings die Gemälde dar, die im Anschluss an Pechsteins Reise in die Südsee im Jahr 1914 entstanden sind und die wie kaum eine andere Werkgruppe seine Sehnsucht nach Einfachheit und Ursprünglichkeit ausdrücken.
Ein Rundgang durch das Max-Pechstein-Museum ist eine Reise durch die Schaffensphasen des berühmten Zwickauers.

Programm zur Eröffnung

Samstag, 12. April, 13 bis 20 Uhr

  • 13 Uhr „Pechstein kommt!"
  • 15 Uhr Führung durch die neuen Räume mit Alexander Pechstein, Enkel des Künstlers.
  • 17 Uhr Max Pechstein: „... gezeichnet habe ich immer." - Ein Vortrag von und mit Julia Pechstein, Enkelin des Künstlers.
    Musik vom Trio Muggefugg, Kaffee und Kuchen in der Kuppelhalle, mit Unterstützung des Fördervereins „Max Pechstein" - Kunstsammlungen Zwickau e. V.

Sonntag, 13. April, 11 bis 18 Uhr

  • 14 Uhr Pechsteins Südseeparadies auf den Palau-Inseln - Ein Vortag von und mit Ulrich Drumm, Mitglied des Fördervereins „Max Pechstein" - Kunstsammlungen Zwickau e. V. Eintritt frei!

Kunstsammlungen Zwickau
Max-Pechstein-Museum
Lessingstraße 1, 08058 Zwickau
Dienstag bis Sonntag 13 bis 18 Uhr


Raumimpression Raum 4 (c)Fotoatelier Lorenz
Raumimpression Raum 1 (c) Fotoatelier Lorenz
Beim Aufhängen der Wandtafeln (c) Fotoatelier Lorenz
Max Pechstein, Chogealls (Palau), 1917, Öl auf Leinwand