Käthe-Kollwitz-Gymnasium setzt auf mehr Energiebewusstsein

veröffentlicht am: 15.11.2017

Das Umweltbüro informiert:

Projektbereitschaft weiterer Schulen gesucht

Stoßlüften im Klassenzimmer, Einsatz von Energiesparlampen im Schulhaus, Raumklima optimiertes Heizen der Klassenzimmer, sparsamerer Wasserverbrauch und Einsatz von Bewegungsmeldern in den Sanitärbereichen – all das sind bereits Überlegungen, mit denen sich die Lehrer, Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 im Käthe-Kollwitz-Gymnasium (KKG) auseinandersetzen. Anstoß dazu gab das  Projekt „Energiesparschule“ der Sächsischen Energieagentur SAENA, an dem sich die Schule seit Schuljahresbeginn 2016/17 aktiv beteiligt. Laut SAENA können allein durch verändertes Nutzerverhalten an Schulen im Durchschnitt jährlich bis zu 10 Prozent der Energiekosten in Kommunen eingespart werden.

Die Hauptverantwortung für dieses Projekt, dass Teil des dreijährigen Projekts „Energieeffizienz-Netzwerk sächsischer Kommunen“ zur Einführung eines Kommunalen Energiemanagements ist, liegt bei der Stadt. Im Rahmen dieses Netzwerkes werden auch Nutzersensibilisierungen - wie das Schulprojekt im KKG - durchgeführt. Über die konkreten Inhalte der gemeinsamen Arbeit wurde im November 2015 eine Zielvereinbarung über 3 Jahre zwischen der Stadt und der Schule geschlossen. Basis für die Daten im Projekt sind die Nebenkostenabrechnungen zum Schulgebäude vom Vorjahr.

Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium ist in Zwickau engagierter Vorreiter in Sachen Energiesparschule. Lehrer, Schüler und Vertreter der Stadt und der Sächsischen Energieagentur informierten am Montagnachmittag Nachmittag in der Aula des KKG, Lassallestraße 1, über den aktuellen Stand des Projektes im Schulalltag. Nach einem Jahr kann eine erste recht positive Bilanz gezogen werden, die nun weitere Schulen vom Projekt überzeugen und zur Beteiligung anregen sollen.

Zunächst wurde im KKG ein Energieteam, bestehend aus Lehrern, Schülern und dem Hausmeister, gegründet. Dieses prüfte im zurückliegenden Jahr gemeinsam mit Vertretern des Energieteams der Stadt das Nutzerverhalten im Schulgebäude. Entstanden ist ein Arbeits- bzw. Maßnahmepapier mit eingangs erwähnten Einsparmöglichkeiten. Diese gilt es nun schrittweise umzusetzen. Mögliche finanzielle Einsparergebnisse sind im Verlauf des Projektes bis spätestens 2019 zu erwarten.

Auch der Lehrplan der naturwissenschaftlichen Fächer wurde überarbeitet und mit Inhalten des Energie-Projektes ergänzt. Damit bedarf es keiner zeitlichen Mehraufwendungen – weder für Lehrer noch für Schüler.

Das Projekt ist durch 4 Meilensteine gekennzeichnet, an denen die SAENA Impulse zum weiteren Verlauf setzt. Über das gesamte Jahr werden die thematischen Unterrichtsmodule der SAENA gezielt und individuell angepasst durchgeführt. Schülerinnen und Schüler werden somit im Unterricht für eigenverantwortliches Handeln im Umgang mit Wasser, Strom und Wärme entsprechend sensibilisiert.

SAENA und auch der Klimaschutzmanager der Stadt begleiten den Schulträger, Lehrer und Schüler bei dieser spannenden Aufgabe, u. a. mit der Durchführung individueller Unterrichtsmodule, Energiesparrundgängen und Messungen oder Schulheften. Im Rahmen des Unterrichts finden u. a. Rollenspiele oder Temperatur- und Lichtstärkenmessungen statt, es werden energierelevante Videos gedreht oder ein Hausmeister-Rundgang durch den sonst verschlossenen Heizungskeller organisiert.

Durch das Projekt übernehmen Schüler Verantwortung, können eigene Ideen einbringen und innerhalb des „Energiedienstes“ umsetzen. Durch einen geschaffenen Anreiz können Projekttage, Ausflüge oder Schulfeste finanziert werden. Damit bleibt das Thema Energie nicht nur Unterrichtstheorie, sondern macht es für die Mädchen und Jungen nachvollziehbar und erlebbar -  die beste Voraussetzung für das ganz eigene energiebewusstere Umdenken und Handeln, in der Schule wie zu Hause.

Ein Projekt, das Schule machen sollte!

Klassenstufe 10 im Energie-Interview
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Projekttafel
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