Mittagskonzert im Robert-Schumann-Haus am 14. November

veröffentlicht am: 06.11.2019

Das Kulturamt informiert:

Eine Rarität von Julius Edele zum Mittagskonzert

Zu einem Mittagskonzert lädt das Robert-Schumann-Haus Zwickau am Hauptmarkt 5 am Donnerstag, 14. November 2019, um 12 Uhr, in seinen Konzertsaal ein. Zu Gast sind die Oboistin Birgit Heller-Meisenburg und der Bratschist Christian Heller, begleitet wird das Duo von Thomas Synofzik.

Auf dem Programm stehen zwei Juwelen aus Robert Schumanns Duokammermusikkompositionen der Dresdner Zeit: die Romanzen für Oboe und Klavier op. 94 und die Märchenbilder für Viola und Klavier op. 113. Als Rarität erklingen von Julius Edele die „Vier Lieder ohne Worte“ für Oboe, Viola und Klavier op. 2 und zum Abschluss eine Transkription für Oboe, Viola und Klavier des Liedes „Liebst Du um Schönheit“ von Clara Schumann.

Julius Edele wurde 1811 als Sohn des Hoftrompeters in Stuttgart geboren. Er erhielt eine Ausbildung als Stadtpfeifer und wurde 17-jährig Violinist der Stuttgarter Hofkapelle. Er wechselte als Konzertmeister 1833 in die Schweiz, wo er nur zwei Jahre später eine Anstellung als Musikdirektor in Bern erhielt. In verschiedenen Ämtern war er alsbald als Dirigent und Violinist in Bern und Umgebung tätig, leitete Erstaufführungen u. a. von Bach, Beethoven und Wagner, unterrichtete und komponierte. Er starb 1863 in Bern.

Weit mehr als „einfache Romanzen“ - biedermeierlich, idyllisch - sind die „Drei Romanzen für Oboe“ von Robert Schumann kleine, aber meisterlich gefertigte Werke „im Volkston“, die dem damals herrschenden Zeitgeist kongeniale Musik an die Seite stellte: kammermusikalisch komplexe, romantische Stücke, die nicht weniger erfindungsreich als seine Klavierwerke zahlreiche Komponisten zur Nachahmung anregten. In die gleiche Kategorie fallen seine Märchenbilder für Viola und Klavier. Die Viola war, ebenso wie das Violoncello, die Klarinette oder das Horn, beliebte romantische Instrumente, die in Orchester- und Kammermusikwerken zunehmend freier und solistischer agierten und den bis Anfang des 19. Jahrhunderts stimmführenden Violinen und Flöten gleichberechtigt zur Seite gestellt wurden.

Birgit Heller-Meisenburg studierte an der Musikhochschule Freiburg beim Schumann-Preisträger Heinz Holliger, am Mozarteum Salzburg u. a. Aufführungspraxis Alte Musik bei Nicolaus Harnoncourt. Seit 1995 ist sie Dozentin an der Kirchenmusikhochschule Bayreuth, seit 2009 auch an der Musikhochschule Nürnberg. Solo- und Kammermusikkonzerte gibt sie in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Polen, USA und Afrika, China. Sie hat sich auch intensiv mit Originalinstrumenten beschäftigt und spielt bei dem Konzert auf einer Oboe im historischen Stimmton von 435 Herz.

Christian Heller studierte Viola bei Adelheid Schäfer in Freiburg und am Mozarteum Salzburg bei Thomas Riebl. Er ist Mitglied der Staatsphilharmonie Nürnberg am Staatstheater, zudem hat er eine Dozentur an der Universität Erlangen inne. Er konzertiert solistisch und kammermusikalisch in Europa, Asien, Nord- und Mittelamerika. 

Eintrittskarten zu 5 Euro (ermäßigt 3 Euro) sind am Konzerttag an der Museumskasse im Robert-Schumann-Haus zu erwerben.