Rund 70 Wohnungslose aus Zwickau und Umgebung erhalten Corona-Schutzimpfung

veröffentlicht am: 29.05.2021

Das Amt für Familie, Schule und Soziales informiert:

Obdachlose gehören im Regelfall zur zweiten Gruppe in der Impfreihenfolge. Leider ist es schwierig, diese Personengruppe zu erreichen. Daher erfolgten seitens des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bereits Abstimmungen auf kommunaler Ebene, so auch in Zwickau.

Der DRK Kreisverband Zwickau e. V. verständigte sich Anfang Mai mit Vertretern des Amtes für Familie, Schule und Soziales, der Städtischen Übernachtungsstelle und der Stadtmission Zwickau e. V. zur weiteren Vorgehensweise. Die Institutionen konnten nun in ihren Unterkünften eine Impfbereitschaft von rund 70 Personen ermitteln und dem DRK melden. Diese wurden heute Vormittag gegen das Coronavirus geimpft. Hierbei handelt es sich um Personen, die über die städtische Übernachtungsstelle, die Stadtmission Zwickau und aus dem Regenbogenhaus gemeldet wurden.

Für die Impfaktion stellte die Stadtmission Zwickau drei Räume im Tagestreff in der Römerstraße 11 zur Verfügung. Mit vor Ort war ein mobiles DRK-Team mit den notwendigen Impfhelfern, Sanitätern und der benötigen Anzahl an Impfdosen. Die Impfungen selbst nahm ein FA für Allgemeinmedizin aus dem Landkreis Zwickau vor. Als Impfstoff wurde Biontech eingesetzt. Die Zweitimpfung wird demzufolge Mitte Juni folgen.

Geimpft wurde nach Vorlage der Einwilligungserklärung und des Aufklärungsbogens. Diese Dokumente hatten die Impfwilligen mithilfe der beteiligten Institutionen bereits größtenteils vorab ausgefüllt und unterschrieben. Mitgebracht werden mussten ebenso der Personalausweis, die Gesundheitskarte (soweit krankenversichert) und der Impfausweis (soweit vorhanden). Die Impfkosten von nicht krankenversicherten Personen übernimmt der Arzt selbst als Spende.

Spätestens im Anschluss der vollständigen Impfung erhält jeder Geimpfte ein entsprechendes Dokument und ein Ersatzexemplar als Impfnachweis.

Im Landkreis Zwickau sind rund 150 Personen in Notunterkünften, Übergangswohneinrichtungen oder eigenem Wohnraum mit intensiver sozialpädagogischer Betreuung untergebracht.

Etwa 70 Wohnungslose wurden heute geimpft.
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Die Aktion fand in Zusammenarbeit von DRK, Stadtmission, einem Facharzt und der Stadtverwaltung statt.
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