Feierlicher Abschluss der Europäischen Mobilitätswoche 2022 in Zwickau

veröffentlicht am: 22.09.2022

Das Umweltbüro informiert:

Am heutigen Donnertag endet die am 16. September begonnene Europäische Mobilitätswoche (EMW), an der sich Zwickau in diesem Jahr beteiligte. Auch wenn sich das Wetter nicht immer von der besten Seite zeigte und leider einige geplanten Veranstaltungen sprichwörtlich ins Wasser gefallen sind, hatte die Woche dennoch ein recht interessantes und abwechslungsreiches Programm geboten.

Unter dem diesjährigen Motto „Besser verbunden“ wurden im Rahmen verschiedener Formate und Aktionen vielfältige Formen und Aspekte der städtischen Mobilität präsentiert. Moderne Fahrzeuge und weitere Mobilitätsangebote, wie E-Scooter, E-Roller und ein Hoverboard (elektrisches Einrad) konnten zum Teil selbst ausprobiert werden. Der Betriebshof der Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ) öffnete die Türen und gewährte interessante Blicke hinter die Kulissen. Die Stadt konnte auch mit dem Fahrrad „erfahren“ werden. Zu einer Rund- und einer Feierabendtour hatte im Rahmen der EMW der ADFC eingeladen. Eingebettet in die EMW war ebenso der internationale Wettbewerb STADTRADELN, der am 21. September endete. Auch eine Premiere für Zwickau. 290 Teilnehmerinnen und Teilnehmer radelten innerhalb von 21 Tagen insgesamt 48.001 km (Stand: 22.09.2022, 10.45 Uhr), ein Ergebnis, das sich wirklich sehen lassen kann! Fachleute und Wissbegierige kamen in Diskussionsrunden und Vor-Ort-Aktionen ins Gespräch und diskutierten über verschiedene Problemfelder, Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze im Interesse aller Verkehrsteilnehmer.

Die EMW wurde gemeinsam von der Stadt Zwickau in Kooperation mit vielen weiteren Partnern und Akteuren vorbereitet und durchgeführt. Ein großes Dankeschön geht an die Volkswagen Sachsen GmbH, die Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH (SVZ), die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ), den ADFC, die Alippi GmbH, die Johanniter Unfallhilfe e. V., aber auch an eine Vielzahl an lokalen Automobilhändlern und weitere Beteiligte und Mitstreiter. Nur durch das gemeinsame Engagement aller konnte die EMW mit interessanten Offerten gefüllt werden und gelingen.

Thematisch passend zur EMW wird mit der symbolischen Einleitung des 2. Projektabschnittes (28. Ladesäule mit Batteriespeicher) am heutigen Donnerstag, den 22. September der sowohl technisch als auch baulich bisher aufwendigste Ladeinfrastrukturstandort im Rahmen des Verbundprojektes E-Com, Teilvorhaben Zwickau umgesetzt. Am Forschungs- und Transferzentrum ubineum in Zwickau wurde eine Schnellladesäule installiert, deren volle Leistung erst über die Integration eines Batteriespeichers in das Standortkonzept ermöglicht wird.

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) arbeitet die Stadt Zwickau im Forschungs- und Verbundprojekt „E-Commuter, -munity, -municate (E-Com)“ am Aufbau netzdienlicher Ladeinfrastruktur. Neben der Stadt Zwickau sind die Stadt Dresden sowie die Volkswagen Sachsen GmbH, die Westsächsische Hochschule Zwickau und die Hochschule für Wirtschaft und Technik Dresden Partner im Projektkon-sortium. Im Schwerpunkt gilt es im Rahmen des Teilvorhabens der Stadt Zwickau die Voraussetzungen zur Elektrifizierung des Pendlerverkehres zu schaffen, um so nachhaltig die Luftqualität in Städten und Ballungsgebieten zu verbessern. Konkret sollen in Zwickau 54 Ladesäulen bzw. 108 Ladepunkte errichtet werden. Die erste Etappe auf dem Weg zu diesem Ziel konnte diesen Sommer erreicht werden und der Aufbau ist physisch zur Hälfte abgeschlossen. Seit Juli 2021 konnten 20 Standorte mit 27 Ladesäulen (54 Ladepunkte) über das gesamte Stadtgebiet verteilt errichtet werden. Durch die sukzessive Inbetriebnahme eines Großteils der Standorte konnten seitdem mehrere tausend Kilowattstunden für elektrisch betriebene Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden und somit einen wichtigen Beitrag zur Elektrifizierung des Individualverkehres in Zwickau leisten. Wissenschaftlich begleitet wird der Betrieb der Ladesäulen durch die WHZ, die somit gewonnen praktischen Erfahrungen können auf andere Kommunen übertragen werden und die realen Anwenderdaten bieten eine hervorragende Grundlage, um den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur bedarfsgerecht planen zu können.