Mobile Hochwasserschutzsysteme werden zurückgebaut

veröffentlicht am: 27.12.2023

Oberbürgermeisterin dankt allen Einsatzkräften

Der Pegel der Mulde sank am gestrigen Abend unter 250 cm und damit unter die Grenze der Hochwasser-Alarmstufe 1. Die mobilen Systeme, die am 24. Dezember vorsorglich an der Zwickauer Mulde und am Moritzbach eingerichtet wurden, werden daher wieder zurückgebaut. Oberbürgermeisterin Constance Arndt dankt unterdessen allen Feuerwehrmännern und -frauen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, die während der Hochwasserlage im Einsatz waren.

Die Prognosen des Landeshochwasserzentrums wiesen noch am Samstag, dem 23. Dezember aus, dass im Laufe des Folgetags die Hochwasseralarmstufe 2 (> 300 cm) allenfalls kurzzeitig überschritten wird. Diese Grenze wurde jedoch bereits am Morgen des Heiligabend überschritten, der Pegel der Zwickauer Mulde stieg weiter. Außerdem wurden sowohl weitere Regenfälle als auch Tauwetter im Erzgebirge vorhergesagt. Da der Rückstau im Bereich des Moritzbaches in Pölbitz deutlich angestiegen war, wurde am Vormittag die Entscheidung getroffen, vorsorglich die mobilen Hochwasserschutzsysteme in Pölbitz sowie in Crossen aufzubauen. Im Feuerwehramt war die Lage bereits in der Nacht beobachtet und laufend analysiert worden. Vor 8 Uhr wurde dann der städtische Stab für außergewöhnliche Ereignisse einberufen.

Oberbürgermeisterin Constance Arndt dankt allen Frauen und Männern, die insbesondere am 24. Dezember im Einsatz waren: „Ich bin froh, dass uns kein Hochwasser mit gravierenden Auswirkungen und Schäden widerfahren ist. Dankbar und beeindruckt bin ich, mit welcher Einsatzbereitschaft und mit welchem Engagement die Freiwilligen Feuerwehren am Heiligabend – einem Sonntag! – in Einsatz waren. Mein Dank gilt aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die an diesem besonderen Tag unerwartet im Dienst waren!“

Aus der Verwaltung waren Mitarbeiter des Feuerwehramtes, des Garten- und Friedhofsamtes, des Tiefbauamtes und des Presse- und Oberbürgermeisterbüros im Einsatz. Die Freiwilligen Feuerwehren sicherten die Hochwasserabwehr mit rund 120 Kräften ab. Sie stammten von den Freiwilligen Feuerwehren Auerbach, Mitte, Oberhohndorf, Schneppendorf, Niederhohndorf, Marienthal, Hartmannsdorf, Crossen und Oberrothenbach.

Mit dem Rückbau der mobilen Hochwasserschutzsysteme wurde heute Morgen begonnen. Gestartet wurde mit dem Dammbalken- und Schlauchwallsystems in Pölbitz. Ab morgen soll das „Aquariwa“ an der Crossener Pappelkurve folgen. Die Arbeiten werden von etwa 60 Angehörigen der Berufsfeuerwehr und verschiedener Freiwilligen Feuerwehren ausgeführt.

Aufbau Aquariwa
Die Feuerwehren hatten am Sonntag vorsorglich die mobilen Schutzsysteme aufgebaut.
© Berufsfeuerwehr Zwickau
Mulde
Die Mulde in Pölbitz am 24. Dezember.
© Berufsfeuerwehr Zwickau