HBK führt roboterassistierte Chirurgie in der Knie-Endoprothetik ein

veröffentlicht am: 22.09.2026

In der Klinik für Orthopädie des Heinrich-Braun-Klinikums am Standort Werdauer Straße kommen ab sofort moderne robotisch assistierte Operationssysteme Einsatz. Die Technologie unterstützt die Operateure bei der Implantation von Knieprothesen, die Positionierung der Prothesenkomponenten anhand der individuellen Anatomie und der während der Operation erhobenen Daten präzise zu planen und umzusetzen.

Wie das HBK informiert, kommt Im zertifizierten EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung zunächst das moderne robotisch assistierte Operationssystem VELYS™ bei der Implantation von Knieprothesen zum Einsatz. Die Klinik für Orthopädie implantiert jährlich rund 700 Knie-Endoprothesen und verfügt damit über umfangreiche Erfahrung in der operativen Versorgung des Kniegelenks.

Die modernen Systeme unterstützen den Operateur dabei, die Implantation einer Knie-Endoprothese anhand der individuellen anatomischen und funktionellen Gegebenheiten des Patienten zu planen und umzusetzen. Dafür werden, wie das kommunale Klinikum weiter mitteilt, während der Operation relevante anatomische Daten erfasst. Das System liefert unter anderem Informationen zur Beinachse, zur Beweglichkeit des Kniegelenks und zur Weichteilbalance. Auf dieser Grundlage kann der Operateur die Positionierung der Prothesenkomponenten überprüfen und während des Eingriffs individuell anpassen. Auch bei der Umsetzung der geplanten Knochenresektionen unterstützt das System. Das derzeit am HBK in der Evaluation befindliche VELYS™ arbeitet dabei bildfrei. Für die robotische Unterstützung ist keine präoperative CT-Untersuchung erforderlich. Die notwendigen anatomischen Daten werden direkt während der Operation erfasst.

Dabei ist das VELYS™ kein autonomer Operationsroboter. Das System führt die Operation nicht selbstständig durch, sondern hilft dem Operateur mit zusätzlichen Daten und einer kontrollierten technischen Führung. Die medizinischen Entscheidungen und die Verantwortung für den Eingriff bleiben jederzeit beim Operateur. 

Dr. med. Marintschev (ChA Unfallchirurgie) und Prof. Dr. med. Röhner (ChA Orthopädie) freuen sich über die robotische OP-Assistenz bei Knie-Endoprothesen.
© HBK/Cathleen Schubert