Ende Oktober fand das zehnte JungIngenieure Netzwerktreffen statt. Über 40 Gäste aus regionalen Unternehmen und umliegenden Hochschulen waren der Einladung ins Volkswagen Bildungsinstitut gefolgt. Lohnt es sich in der Region Zwickau zu bleiben oder gilt es lieber wegzuziehen? Die Region in Westsachsen ist seit über 120 Jahren von der Autoindustrie geprägt. Aktuell bestimmen ritische Medienberichte die Diskussionen in den Firmen, an den Hochschulen, im Freundeskreis und zuhause. Die Branche ist wieder einmal in einem tiefgreifenden Umbruch. Wie gehen die jungen Nachwuchskräfte damit um? „Mich hat die Energie der jungen Menschen sehr beeindruckt“, sagt Matthias Roth, Marketingchef des Volkswagen Bildungsinstituts. „Unsere Diskussionen waren vielfältig, frisch und aufgeschlossen. Mich freut es sehr, dass so viele gute Impulse und Ideen genannt worden sind. Die jungen Leute sind stolz auf die Region und wollen hierbleiben“, lautet sein Fazit.
In der Veranstaltung, die von Volkswagen Sachsen gemeinsam mit der Westsächsischen Hochschule und der Wirtschaftsförderung der Stadt Zwickau ins Leben gerufen wurde, diskutierten die Ingenieure die Inhalte der Initiative Transformation Automobilindustrie Südwestsachsen (ITAS) und des Masterplans Südwestsachsen. Patrick Korn, Projektleiter der Initiative, und Torsten Spranger von der IHK Chemnitz stellten die Projektstände vor. Das war die Grundlage für die anschließende Gruppenarbeit. Die Jungingenieure erarbeiteten in vier Gruppen eine Leitidee für Südwestsachsen. Sie erörterten mögliche Wachstumsbranchen, die der Region neben den Automobilbau in den nächsten Jahren Wohlstand sichern. Es ging ferner darum, was Unternehmen tun müssen, um Innovationen und den passenden Mindset dafür zu schaffen. Abschließend diskutierten die Teilnehmer, welche Qualifikation und Veränderungsbereitschaft die Menschen für den Wandel mitbringen möchten.
„Die Ideen waren so vielfältig, dass wir Sie auf jeden Fall aufbereiten und sie in die Initiative Transformation Automobilindustrie Südwestsachsen einbringen werden“, erklärt Torsten Spranger von der IHK Chemnitz. „Die jungen Menschen sehen in den Bereichen klimafreundliche Heiztechnik, Batteriezellenentwicklung, Automatisierung in der Landwirtschaft, Recycling aller Verbrauchsstoffe und in Spezialanwendungen der Textilindustrie noch Felder, wo die regionale Wirtschaft und die Forschungseinrichtung Arbeitsplätze sichern und Kompetenzen aufbauen können. Das sind wertvolle Hinweise!“
Die Veranstaltung dauerte rund drei Stunden. Die Ideen wurden auf Flipcharts festgehalten. Im Anschluss wurden die Ingenieure noch durch die Räumlichkeiten des Bildungsinstituts geführt. Danach konnten die Ideen noch gemeinsam besprochen und Netzwerke gepflegt und aufgebaut werden. „Eine gelungene Veranstaltung, in der wir auch unser Bildungsinstitut noch einmal ausführlich vorstellen und die Vorteile bewerben konnten“, sagt Matthias Roth.