Salonkonzert mit Spezialistin für Claras Konzertprogramme im Robert-Schumann-Haus

veröffentlicht am: 05.11.2026

Das Kulturamt informiert:

Zu einem Salonkonzert im Museum lädt das Robert-Schumann-Haus am Samstag, dem 21. November 2026 um 17 Uhr ein. Die spanische Pianistin Laura Granero und ihr Schweizer Partner Sebastian Bausch spielen am Wilhelm-Wieck-Flügel Werke für Klavier solo und zu vier Händen von Johannes Brahms, Christoph Willibald Gluck, Elisabeth von Herzogenberg, William Sterndale Bennett, Clara Schumann, Mary Wurm und Robert Schumann.

Das Konzertformat ist an die Klaviertradition Clara Schumanns angelehnt, für die Laura Granero eine der weltweit führenden Expertinnen ist. Im 19. Jahrhundert waren Konzertprogramme weit bunter als heute. So bietet das Zwickauer Salonkonzert eine Opernbearbeitung wie die Gavotte aus Glucks Iphigénie in Aulis (in der Klavierbearbeitung von Brahms für Clara Schumann, deren originale Stichvorlage im Zwickauer Schumann-Archiv erhalten ist), kleinere Klavierstücke von Elisabeth von Herzogenberg, William Sterndale Bennett oder Robert Schumann und beschwingte Tanzfolgen: Suiten aus den Walzern op. 39 und den Liebesliederwalzern op. 52 von Johannes Brahms, Mazurken u. a. von Clara Schumann und die Tanzweisen op. 28 von Mary Wurm, einer Schülerin Clara Schumanns, die bei den Zwickauer Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100. Geburtstag Robert Schumanns im Jahr 1910 eine führende Rolle spielte. Von ihr erklingt als neuzeitliche Erstaufführung zudem ihre Es-Dur-Sonate. 

Laura Granero konzertiert regelmäßig als Solistin und Kammermusikerin bei internationalen Festivals und in bedeutenden europäischen Konzertsälen. 2023 nahm sie zusammen mit dem Originalklang Ensemble… die ersten Sätze von CS Klaviertrio sowie das KK von RS für den vom Ensemble produzierten Dokumentarfilm, an dem sie als Solistin und Wissenschaftlerin beteiligt war, auf.

2025 wirkte sie zudem an einer der Musik von Hortense de Beauharnais gewidmeten CD-Einspielung für Paraty mit. Als Forscherin und Interpretin beschäftigt sie sich intensiv mit den Werken Robert und Clara Schumanns sowie mit Clara Schumanns pianistischem und pädagogischem Erbe und den Musikern und Musikerinnen ihres Umfelds. Ihre Dissertation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien widmet sich der britischen Clara-Schumann-Schülerin Fanny Davies, ihrem Interpretationsstil und ihren historischen Aufnahmen. 

Sebastian Bausch ist Cembalist, Organist, Fortepianist und Pianist sowie Spezialist für historische Klavierrollen und die Aufführungspraxis des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sein Repertoire reicht von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert. Er ist als Solist, Kammermusiker und Continuospieler tätig. Beide Musiker gehören zu einer neuen Generation von Interpreten, die sich der Interpretationskunst vergangener Jahrhunderte nicht nur über das Studium theoretischer Texte widmen, sondern sich auch über musikalische Quellen und den Weg des Reenactment/Embodiment (Nachstellung/Verkörperung) den berühmten Vorbildern jener Zeit annähern.

Unter dem Dach des Schumann-Netzwerks und gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ist Zwickau der dritte Ort im Viererbunde der Schumann-Städte Baden-Baden, Düsseldorf, Zwickau und Leipzig, in denen das speziell für diese Tournee zusammengestellte Programm zur Aufführung kommt. 

Nur in Zwickau musiziert das auf die Hammerflügeltradition des 19. Jahrhunderts spezialisierte Duo dabei auf einem Originalflügel der Zeit Clara Schumanns: dem von ihrem Cousin Wilhelm Wieck um 1860 erbauten Flügel mit Blüthner-Patentmechanik.

Eintrittskarten zu 10 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) sind an der Museumskasse, Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Eine Vorbestellung ist unter schumannhauszwickaude oder 0375 834406 möglich.

Granero Bausch
© Álvaro Menéndes Granda