Wohngeld/Lastenzuschuss

Ihr Anliegen

Sie möchten Mietzuschuss für eine Mietwohnung/Mehrfamilienhaus bzw. Lastenzuschuss für ein Haus/Eigentumswohnung beantragen?

Rechtsgrundlagen

  • Wohngeldgesetz (WoGG), Wohngeldverordnung (WoGV), Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Durchführung des WoGG (WoGVwV),
  • Erstes Buch Sozialgesetzbuch - Allgemeiner Teil - (SGBI), Zehntes Buch Sozialgesetzbuch - Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz - (SGB X)

Benötigte Unterlagen

  • Wohngeldantrag (Erst-, Wiederholungs- und Erhöhungsantrag)
  • Wohngeldantrag für Bewohner in Heimen
  • Veränderungsmitteilung (z. B. bei Arbeitsaufnahme)

(Formulare sind in der Spalte rechts zu finden)

 

In der Anlage des Wohngeldantrages befinden sich Hinweise und Erläuterungen zur Gewährung von Wohngeld als Miet- oder Lastenzuschuss.

Die Formularvordrucke finden sind online (in der Spalte rechts) abrufbar oder liegen vor Ort in der Wohngeldbehörde oder im Bürgerservice zur persönlichen Abholung bereit. Ein Versand der Formulare ist aus Kostengründen nicht möglich.

 

einzureichende Unterlagen:

  • alle Einkommensnachweise der letzten 12 Monate, d.h. Lohnbescheinigungen für Erwerbstätigkeit oder Ausbildung + Formular Verdienstbescheinigung (vom Arbeitsgeber auszufüllen), Rentenbescheide, Sozialleistungsbescheide (Arbeitslosengeld I/II, Grundsicherung, Kurzarbeitergeld, BAFöG/BAB, Krankengeld, Elterngeld, Unterhaltsvorschuss etc.), Bescheid über Kindergeld und ggf. Kinderzuschlag, Unterhaltstitel-/vereinbarungen, Nebeneinkünfte jeder Art (Trinkgeld, Unterstützung durch Dritte), Jahreszinsbescheinigung für Zinsen aus Sparguthaben oder Bausparverträgen / Bescheinigung über Kapitalerträge des jeweiligen Instituts;

bei Selbständigkeit:

  • Gewerbeanmeldung, -abmeldung, Gesellschaftervertrag
  • letzter Steuerbescheid bzw. vollständige Einkommensteuererklärung
  • letzte Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) bzw. Einnahmeüberschussrechnung (EÜR) nebst vollständigen Anlagen oder (sofern noch keine Bilanz oder Einnahmeüberschussrechnung vorliegt), Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA)
  • Nachweis von Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung (Police und Zahlungsnachweis über Kontoauszüge);

für eine Mietwohnung:

  • Mietvertrag
  • Mietänderungsschreiben, letzte Betriebskostenabrechnung (sofern vorhanden)
  • Vertrag über Antennen-/Kabelgebühren
  • Zahlungsnachweis der Miete und Antennen-/Kabelgebühren der letzten 3 Monate (Kontoauszüge, Quittungen, Mietbuch);

für ein Haus bzw. eine Eigentumswohnung:

  • Eigentumsnachweis (Kaufvertrag und Grundbuchauszug)
  • aktueller Grundsteuerbescheid und Zahlungsnachweis über Kontoauszug
  • eventuelle Mietverträge bei vermieteter Fläche
  • Hauskredite (Darlehens-/ Bausparverträge und Jahreskontoauszüge)
  • Zahlungsnachweise der Kredite (Kontoauszüge)

Heimbewohner:

  • Heimvertrag
  • bei Selbstzahlern: Heimkostenrechnung mit Kontoauszug als Zahlungsnachweis
  • kein Selbstzahler: Bestätigung des zuständigen Sozialhilfeträgers mit der Sozialhilfeberechnung (welche i.d.R. Wohngeldbehörde selbst abfordert)

Ausländer:

  • Aufenthaltstitel / Aufenthaltsgenehmigung / Aufenthaltsduldung
  • Kopie vom Pass
  • Verpflichtungserklärung
  • ausländische Einkünfte/Einnahmen (z. B. aus Renten etc.)

sonstige Unterlagen:

  • Meldebescheinigung (bei Erstanträgen, Umzügen innerhalb der Stadt sowie Zu- und Wegzüge des Antragstellers u./o. Haushaltsmitgliedern)
  • Negativbescheinigung bei Erstantragstellung nach Zuzug aus anderer Gemeinde (stellt die zuständige Wohngeldbehörde aus, in welcher Antragsteller zuletzt gewohnt hat, kann telefonisch abgefordert werden)
  • IBAN und BIC der Bankverbindung
  • Unterhaltsverpflichtungen (Unterhaltstitel-/Unterhaltsvereinbarungen + Zahlungsnachweise über Kontoauszüge)
  • Schwerbehinderung und Pflegebedürftigkeit (Feststellungsbescheid, Schwerbehindertenausweis)
  • Kinder im Haushalt (Geburtsurkunden, Vaterschaftsanerkennung, Kindergeldbescheide, Gebührenbescheid für die Kindertageseinrichtung, Kontoauszüge über Kindergeld und Kitabeiträge)

Die Unterlagen sind im Original zur Einsichtnahme vorzulegen und in Kopie zur Akte einzureichen!

Bemerkungen/Hinweise

Anspruchsvoraussetzungen

Wohngeld gibt es in zwei Formen:

  • als Mietzuschuss für Mieter der Wohnung oder Zimmers (auch Alten- oder Pflegeheim) oder Eigentümer eines Mehrfamilienhauses (mit mehr als zwei Wohnungen) für den eigen genutzten Wohnraum oder
  • als Lastenzuschuss für Eigentümer eines Eigenheimes oder Eigentumswohnung.

Wohngeld wird als Zuschuss zur Miete oder Belastung gezahlt. Ein Teil der Aufwendungen für den Wohnraum muss in jedem Fall vom Antragsteller und den zum Haushalt gehörenden Haushaltsmitgliedern selbst getragen werden.

Der Anspruch auf Wohngeld und die Höhe sind nach § 4 Wohngeldgesetz abhängig von folgenden Berechnungsgrößen:

1. der Zahl, der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder

2. dem zu berücksichtigenden Gesamteinkommen und

3. der zu berücksichtigenden Miete bzw. Belastung

Auf Wohngeld besteht ein Rechtsanspruch. Jeder, der die Voraussetzungen erfüllt, sollte seinen Anspruch geltend machen. Wohngeld können Sie nur erhalten, wenn Sie einen Wohngeldantrag stellen und die entsprechenden Voraussetzungen nachweisen und erfüllen.

 

Ausschlussgründe:

Die Empfänger von Transferleistungen (u.a. SGB II -Arbeitslosengeld II-, SGB XII -Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbminderung-), bei denen die Kosten der Unterkunft übernommen werden, sind vom Wohngeld ausgeschlossen.

Gleiches gilt für Haushalte, zu denen ausschließlich Haushaltsmitglieder rechnen, denen Leistungen zur Förderung der Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) oder den §§ 59, 101 Abs. 3 oder § 104 SGB III (BAB) dem Grunde nach zustehen bzw. im Falle einer Antragstellung zustehen würden. Dies gilt auch, wenn Förderungsberechtigte der Höhe nach keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung haben, weil der Bedarf durch eigenes Einkommen oder das der Eltern gedeckt werden kann. Ein Ausschluss besteht jedoch nicht, wenn die Leistungen zur Ausbildungsförderung ausschließlich als Darlehen gewährt werden.

Alleinstehende Wehrdienstleistende, die Mieter von Wohnraum sind, erhalten für die Dauer des freiwilligen Wehrdienstes Mietbeihilfe nach den Bestimmungen des Unterhaltssicherungsgesetzes (USG) und haben daher keinen Anspruch auf Wohngeld. Wurde die Mietbeihilfe abgelehnt, besteht wiederum ein Anspruch auf Wohngeld.

Ein Wohngeldanspruch besteht ferner nicht:

  • wenn das Wohngeld weniger als 10 Euro monatlich betragen würde,
  • soweit die Inanspruchnahme missbräuchlich wäre, insbesondere wenn keine Mietbelastung vorhanden ist oder wegen erheblichen Vermögens.

Gebühren, Fristen, Zahlungstermine

Für die Bearbeitung eines Antrages auf Wohngeld entstehen keine Bearbeitungsgebühren. Wohngeld wird grundsätzlich ab dem Ersten des Monats bewilligt, in dem der Antrag gestellt worden ist und in der Regel für 12 Monate gewährt. Wenn zu erwarten ist, dass sich die maßgeblichen Verhältnisse vor Ablauf ändern werden, wird der Bewilligungszeitraum entsprechend verkürzt.

Von der Antragstellung bis zur Erteilung des Wohngeldbescheides vergehen je nach Geschäftslage in der Regel bis 6 Wochen. Ein etwaiger Wiederholungsantrag sollte zwei Monate vor Ablauf der Bewilligung gestellt werden, um eventuell unterbrechungsfreie Wohngeldzahlungen erhalten zu können.

Die Wohngeldzahlungen erfolgen bargeldlos auf ein vom Empfänger angegebenes Konto bei einem inländischen Geldinstitut. Die erste Wohngeldzahlung erfolgt zusammen mit eventuellen Nachzahlungen in den ersten Tagen des Monats, der auf die Bescheiderteilung folgt. Wird der Bescheid in der zweiten Monatshälfte erteilt, kann die erste Wohngeldzahlung eventuell erst in den Anfangstagen des übernächsten Monats liegen. Dies können Sie dann dem Wohngeldbescheid entnehmen. Falls der Bewilligungsbeginn erst in einen späteren Monat fällt, erfolgt die erste Auszahlung in den ersten Tagen dieses Monats.

Auskunfts- und Mitteilungspflichten

Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, hat nach § 60 Sozialgesetzbuch (SGB I) alle für die Leistung erforderlichen und im Zusammenhang stehenden Tatsachen im Antragsverfahren anzugeben. Mit der Unterschrift auf dem Wohngeldantrag wird versichert, dass alle Angaben vollständig und richtig sind, insbesondere in Bezug auf

  • die Anzahl der Haushaltsmitglieder,
  • Einkünfte/Einnahmen und Vermögen sowie
  • die Aufwendungen für die Miete/Belastung.

 

Gleichzeitig wird mit Unterzeichnung des Wohngeldantrages bestätigt, bei Veränderungen im laufenden Wohngeldbezug der gesetzlichen Mitteilungspflicht nach § 27 Abs. 3 WoGG in folgenden Fällen nachzukommen:

  • Wenn sich das Einkommen um mehr als 15 Prozent erhöht.
  • Bei einer Mietminderung (ohne Heizkosten) bzw. wenn sich die Gesamtbelastung durch die Wohnungskosten um mehr als 15 Prozent verringert.
  • Wenn sich die Zahl der Haushaltsmitglieder verringert oder erhöht (Auszug oder Zuzug eines Haushaltsmitgliedes).
  • Wenn alle Haushaltsmitglieder aus dem Wohnraum ausziehen, für den Wohngeld gewährt wurde (auch bei Umzug im gleichen Haus).
  • Wenn ein oder mehrere Haushaltsmitglieder Transferleistungen (ALG II, Sozialgeld, Grundsicherung) beantragen/beziehen
  • Beim Tod eines alleinstehenden Haushaltsmitgliedes (Meldung durch die Erben oder Betreuer).

 

Im Rahmen des automatisierten Datenabgleichs erhalten die Wohngeldbehörden ab 01.01.2013 folgende Informationen:

  • ob und für welchen Zeitraum Leistungen bei einer anderen Wohngeldbehörde beantragt oder empfangen wurden;
  • ob und für welchen Zeitraum zum Ausschluss vom Wohngeld führende Transferleistungen einer anderen Sozialleistungsbehörde beantragt oder empfangen werden oder wurden;
  • ob und welche Kapitaleinkünfte dem Bundeszentralamt für Steuern gemeldet wurden sind;
  • ob und von welchem Zeitpunkt an Arbeitslosengeld eingestellt wurde;
  • ob und von welchem Zeitpunkt an die Wohngeldempfänger nicht mehr in der Wohnung wohnen, für die Wohngeld geleistet wurde;
  • ob und für welchen Zeitraum eine Versicherungspflicht nach dem SGB IV oder wegen einer geringfügigen Beschäftigung besteht oder bestand;
  • ob und in welcher Höhe Leistungen der Renten- und Unfallversicherung gezahlt werden bzw. wurden.

Entsprechende Verstöße gegen die Auskunfts- und Mitteilungspflichten führen ggf. zu Rückforderung der zu Unrecht erhaltenen Wohngeldleistungen und werden im Ordnungswidrigkeiten- oder Strafverfahren zur Anzeige gebracht und geahndet.

Bitte vergessen Sie nicht im Wohngeldantrag unter Nr. 43 bzw. Nr. 46 die IBAN und den BIC für Ihre Bankverbindung anzugeben, da wir Ihnen ansonsten kein Wohngeld mehr auszahlen können!

Formulare Wohngeld

  • Amt für Familie, Schule und Soziales

    Sachgebiet
    Wohngeld
    N.N.

    Postanschrift

    PF 20 09 33
    08009 Zwickau

    Besucheradresse

    Werdauer Straße 62, Haus 4, 08056 Zwickau

    Öffnungszeiten

    Di
    9-12 und 13-18 Uhr
    Do
    9-12 und 13-15 Uhr

    Kontakt aufnehmen

    Telefonnummer: +49 375 834090
    Fax: +49 375 835055
  • Bürgeramt

    Bürgerservice im Rathaus
    Christina Horlbeck
    Sachgebietsleiterin

    Besucheradresse

    Hauptmarkt 1

    Öffnungszeiten

    Mo
    8-18 Uhr
    Di
    8-18 Uhr
    Mi
    8-13 Uhr
    Do
    8-18 Uhr
    Fr
    8-13 Uhr
    Sa
    8-13 Uhr

    Kontakt aufnehmen

    Telefonnummer: +49 375 830
    Fax: +49 375 833333

 
 

Leiter Wohngeldbehörde / Arbeitsgruppe MietspiegelHerr HänelZi. 140b, Tel. 83 4090
Wohngeld 
Wohnraumbewirtschaftung (Wohnungsbindung, Wohnungsmarktbeobachtung) 
Mietspiegel 
       
SB Wohngeld / 1.Stellvertreterin SGLFrau PoltersdorfZi. 139b, Tel. 83 4092
Buchstaben D, G, Ha-He, N 
  
SB Wohngeld / 2. Stellvertreterin SGLFrau TrögerZi. 140a, Tel. 83 4096
Buchstaben A, B, C, E, Hf-Hz, I, O, Ö, Q 
       
SB WohngeldFrau KörnerZi. 138a, Tel. 83 4093
Buchstaben S, L 
       
SB WohngeldFrau LorenzZi. 136, Tel. 83 4089
Buchstaben F, M, R 
       
SB WohngeldFrau WaltherZi. 135, Tel. 83 4094
Buchstaben J, K, T, U, Ü 
       
SB Wohngeld / Wohnberechtigungsschein, WohnraumbindungFrau KasassovZi. 132b, Tel. 83 4049
Buchstaben P, V, W, X, Y, Z