Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Zwickau

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept (EHZK) mit dem Bearbeitungsstand 2010 ist Bestandteil der Wirtschaftsförderkonzeptes der Stadt Zwickau.

Die Fortschreibung ist derzeit im Prozess.

Das Konzept selbst liefert eine umfassende Analyse der Angebots- und Nachfragestrukturen des Einzelhandels in der Stadt Zwickau. Ferner zeigt es Möglichkeiten zur Ergänzung und Aufwertung des Einzelhandelsbestandes auf und enthält Empfehlungen zur Inwertsetzung ausgewählter Areale und Liegenschaften. Im Einzelnen werden durch das Konzept Aussagen zu folgenden Punkten getroffen:

  • Bestand des Einzelhandels und Ladenhandwerks im Stadtgebiet
  • Abgrenzung des Einzugsgebietes für den Zwickauer Einzelhandel / Berechnung und Prognose der Kaufkraft für die Jahre 2009 und 2015
  • Ermittlung der aktuellen Umsatzleistung und Marktbedeutung des Zwickauer Einzelhandels / Prognose der voraussichtlichen Umsatzleistung bis 2015
  • Analyse der Kaufkraftbewegungen und der Versorgungszentralität
  • Prognose der wirtschaftlich tragfähigen und städtebaulich verträglichen Verkaufsflächen nach Branchen bis zum Jahr 2015
  • Identifikation und Klassifikation „Zentraler Versorgungsbereiche" im Stadtgebiet (Innenstadt / Neben- und Stadtteilzentren / Grund- und Nahversorgungszentren) / Zusammenstellung einer individuellen Zwickauer Sortimentsliste der „zentrenrelevanten Waren"
  • Erstellung eines Handlungskataloges mit Empfehlungen zur Attraktivitätssteigerung des Einkaufsortes und seiner zentralen Versorgungsbereiche.

 

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept stellt darüber hinaus eine wesentliche Grundlage für die weitere Erarbeitung des Flächennutzungsplanes (FNP) der Stadt Zwickau dar.

Die vorliegende Fassung des Konzeptes wurde im Jahr 2010 durch die GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH erarbeitet.

Zusammengefasste Erkenntnisse

Im Einzugsgebiet des Einzelhandels der Stadt Zwickau leben gegenwärtig ca. 390.570 Personen, davon 24 % im Stadtgebiet Zwickau (Zone I) und 76 % im überörtlichen Einzugsgebiet (Zone II). Das Kaufkraftvolumen für alle Einzelhandelsbranchen belief sich im Einzugsgebiet 2009 auf ca. 1.791,3 Mio. €. In Zwickau selbst beträgt das Kaufkraftvolumen ca. 439,1 Mio. €. Im Bundesvergleich verfügt Zwickau damit über einen Kaufkraftindex von 88,4 (Bundesdurchschnitt 100,0). Für das Jahr 2015 ist innerhalb des Einzugsgebietes ein Kaufkraftvolumen von ca. 1.719,9 Mio. € zu erwarten. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte der Zwickauer Einzelhandel eine Umsatzleistung von ca. 602,1 Mio. €. Dieser Wert entsprach im Stadtgebiet einer Kaufkraftbindung von ca. 82 %.

Der Einzelhandelsbestand in Zwickau umfasst 932 Betriebe mit einer Verkaufsfläche von ca. 275.725 m². Die rechnerische Durchschnittsgröße der Betriebe liegt bei 296 m² VK und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt (240 m² VK je Betrieb). In der Zwickauer Innenstadt befinden sich 28 % aller Betriebe, sie repräsentieren damit ca. 17 % der Gesamtverkaufsfläche.

Bis zum Jahr 2015 wird in Zwickau nur ein geringer rechnerischer Verkaufsflächenzusatzbedarf in den Bereichen „Gesundheit / Körperpflege", „Blumen / Pflanzen / zoologischer Bedarf" sowie „Elektrowaren" konstatiert.

Auf Basis von Bestands- und Kaufkraftanalysen werden in Zwickau 10 zentrale Versorgungsbereiche definiert. Abgestimmt auf diese Bereiche wird eine Liste mit „zentrenrelevanten Sortimenten" geführt. Die Ansiedlung und Erweiterung von Betrieben mit den darin aufgeführten Sortimenten sollte zukünftig nur innerhalb der ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereiche zugelassen werden. Im Mittelpunkt wird hierbei die Innenstadt stehen, in welcher vor allem eine Revitalisierung des Schocken-Areals notwendig ist, weil es eine zentrale Verbindungsfunktion zwischen den Hauptgeschäftslagen erfüllen würde.

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept mit den aufgeführten zentralen Versorgungsbereichen sowie der „Zwickauer Liste" zentrenrelevanter Sortimente) dient damit als Grundlage für die Standortentwicklung des Einzelhandels im Stadtgebiet bis 2015 und dessen konsequente bauplanungsrechtliche Umsetzung.

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