Zwischen Ordnung und Spiel

veröffentlicht am: 27.01.2026

Das Kulturamt informiert:

Leonie Nagel eröffnet Ausstellungsreihe zum Max-Pechstein Förderpreis

Im ZwischenRAUM der KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum werden im Laufe des Jahres die künstlerischen Beiträge der Nominierten und Ausgezeichneten des Max-Pechstein-Förderpreises 2025 präsentiert. Den Auftakt bildet Leonie Nagel mit der Ausstellung „Das Wort sagt uns“, die vom 6. Februar bis 19. April 2026 zu sehen ist.

Leonie Nagel zeigt eine raumbezogene Installation, die sich mit abstrakten Ordnungssystemen und deren Einfluss auf das Zusammenleben auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Regeln entstehen, wie sie vermittelt werden und was geschieht, wenn sie bewusst verschoben oder nicht korrekt angewandt werden.

Zentrale Elemente der Ausstellung sind Kugeln und Wörter als Multifunktionswerkzeuge. Die Kugeln treten in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf: als Objekte, als Abbildungen und als malende Akteure, die Spuren hinterlassen. Sie verweisen auf vorangegangene Handlungen und reflektieren das Spannungsverhältnis zwischen festgelegten Regeln (Rahmenbedingungen) und spielerischem Fluss.

Begleitet werden diese Arbeiten von einem Montessori-Arbeitsheft zur Kategorisierung von Wortarten, in dem Begriffe bestimmten Symbolen zugeordnet sind. Die dort vermittelten Regeln werden in der Ausstellung jedoch nicht stringent befolgt. Durch das bewusste Verschieben abstrakter Begriffe und Objekte in vermeintlich falsche Kategorien versucht Leonie Nagel, diese greifbar zu machen – und ihnen neue Nutzbarkeit zu verleihen. „Durch das Verschieben von abstrakten Begriffen/Objekten in falsche Kategorien wird versucht, diese greifbar und damit nutzbar zu machen.“ — Leonie Nagel

Leonie Nagel

Leonie Nagel, 1992 in Freiburg geboren, lebt und arbeitet in Berlin. In ihren raumbezogenen Installationen kombiniert sie unterschiedliche Medien wie Fotografie, Zeichnung, Text, Video, Erzählungen und massenproduzierte Alltagsgegenstände. 2021 erschien ihr Künstlerbuch Slippery Stairs bei AKV Berlin. Seit 2022 organisiert sie gemeinsam mit anderen den Projektraum Cittipunkt e. V. in Berlin. Von 2021 bis 2024 war sie als Honorarkraft in der Klasse für Fotografie im Feld der zeitgenössischen Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig tätig. Seit 2025 ist sie künstlerische Mitarbeiterin in der Klasse von Prof. Andrea Büttner an der Akademie der Bildenden Künste München. Zuletzt zeigte sie ihre Arbeiten unter anderem im Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft sowie bei sis123 in La Chaux-de-Fonds (Schweiz).

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 6. Februar von 17 bis 19 Uhr mit einem „Soft-Opening“ eröffnet. Leonie Nagel und ihrer Nominatorin für den Max-Pechstein-Förderpreis, Nele Kaczmarek, stehen dann für ein Künstlergespräch zur Verfügung.

Leonie Nagel
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