Das Garten- und Friedhofsamt informiert:
Im nächsten Jahr findet wieder das größte Gartenfestival der Welt statt – die Internationale Gartenausstellung (IGA). Diesmal ist das Ruhrgebiet Ausrichter des Events, das unter dem Motto „Wie wollen wir morgen leben“ steht. Das Ruhrgebiet bündelt seine "grünen" Potenziale mit einem zwar dezentralen aber überzeugenden Konzept: Die Gegend weist viele dicht nebeneinanderliegende Zentren und ineinanderfließende Städte auf, und kann somit eine ganze Region für die IGA begeistern.
Unter den teilnehmenden Städten ist auch die Stadt Dortmund zu finden, die einen der insgesamt 5 Zukunftsgärten der IGA plant. Ziel ist es, ökologische, soziale und wirtschaftliche Impulse für den Strukturwandel und eine nachhaltige Landschaftsarchitektur zu setzen, beispielsweise durch neue Parks, grüne Infrastrukturen und innovative Stadtentwicklungsflächen.
Die Stadt Dortmund hat für die IGA ihre Partnerstädte eingeladen und für diese die Möglichkeit geschaffen, im „Garten der Freundschaft“ ein Areal von jeweils ca. 100 Quadratmetern individuell zu gestalten. Die Stadt Zwickau nutzt die Gelegenheit und wird sich im Themenbereich mit einbringen. Beide Städte sind aufgrund der gemeinsamen Industriegeschichte bereits seit 37 Jahren Partnerstädte und pflegen seither eine gute Zusammenarbeit.
Ein Entwurf für das Zwickauer IGA-Projekt wurde bereits im hierfür federführenden Garten- und Friedhofsamt angefertigt. Die Mitarbeiter verfügen über gute Erfahrungen im Landschafts- und Freiflächenbau. Das belegt vor allem das Zwickauer Muldeparadies, das im Jahr 2011 den ersten Platz im Sächsischen Landeswettbewerb gewann.
Die bereits vorliegende Entwurfsplanung lässt neben der Grünflächenanordnung schon weitere Details erkennen, u. a. Unterschlüpfe unter- und oberhalb der Erde, ein großes Sonnensegel, mehrere Infostelen und verschiedene Aufenthaltsbereiche mit Sitzmöglichkeiten.
Jetzt holte sich das Garten- und Friedhofsamt mit den eigenen Auszubildenden junge Mitstreiter ins „IGA-Team“, um der Entwurfsplanung einen jugendlich-zeitgemäßen Feinschliff zu geben. Bei den jungen Erwachsenen handelt es sich um Auszubildende im Garten- und Landschaftsbau im 2. und 3. Lehrjahr, zwei Jungfacharbeiter und einen Facharbeiter. Das Mitwirken im Projekt vereint Theorie und Praxis und ermöglicht den jungen Menschen, bereits Erlerntes anzuwenden, sich mit eigenen Ideen einzubringen und ein städtisches Projekt mit Außenwirkung vom Entwurf bis hin zur Umsetzung und Präsentation zu begleiten.
In einem Workshop, der kürzlich im Zwickauer Rathaus stattfand, stellten die jungen Auszubildenden und Facharbeiter ihre Entwürfe und Ideen vor und arbeiteten anschließend gemeinsam an der Optimierung des städtischen Grundentwurfs. Kompetente Unterstützung erhielten sie dabei von ihrem Praxis-Ausbilder Tilo Küttler (Garten- und Friedhofsamt/SB Bauleistungen) und dem Leiter des IGA-Projektes Carsten Allert (Garten- und Friedhofsamt/Landschafts- und Objektplanung).
Auf Grundlage des Entwurfs wurde sich abschließend noch zur weiteren Verfahrensweise abgestimmt und ein Plan zur praktischen Umsetzung des Vorhabens erarbeitet. Dieser sieht eine Ausführung in Dortmund in zwei Etappen vor: im Herbst 2026 mit dem 2. und 3. Ausbildungsjahr und im Frühjahr 2027 mit dem 1. Ausbildungsjahr. Unterstützt werden die Azubis dabei von einem erfahrenen Mitarbeiter und Jungfacharbeitern aus dem Garten- und Friedhofsamt.
Die Eröffnung der IGA – inkl. des Zwickauer „Garten der Freundschaft“ - findet im April 2027 in der Partnerschaft Dortmund statt.