Forschungsprojekt zur Entwicklung eines innovativen Wasserstoffmotors

veröffentlicht am: 02.02.2026

EU und Freistaat fördern mit 3 Mio. Euro

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) hat ein Forschungsprojekt zur Entwicklung eines innovativen Wasserstoffmotors gestartet. Die EU und der Freistaat Sachsen fördern das Vorhaben mit 3 Mio. Euro. Der Prototyp des Motors wird nach Angaben der Hochschule zunächst als Ein-Zylinder-Aggregat mit drei Litern Hubraum entwickelt. Perspektivisch soll dieser dann als Mehrzylindermotor für Blockheizkraftwerke, Binnenschiffe, Schienenfahrzeuge sowie Bau- und Landmaschinen weiterentwickelt werden. Das Konzept ist von Grund auf für Wasserstoffbetrieb ausgelegt und soll sich durch einen hohen Wirkungsgrad und – auch ohne Abgaskatalysator – durch minimale Schadstoffemission auszeichnen.

Die Hälfte des Budgets fließt den Informationen zufolge in die erforderliche Laborausstattung. Benötigt wird beispielsweise ein leistungsstarker Motorenprüfstand mit spezieller Mess- und Prüftechnik. Zudem soll der Prüfstand eine leistungsfähige Kompressorenanlage zur Fremdaufladung von Forschungsmotoren erhalten. Ulrich Walther, Professor für Kraftfahrzeugtechnik und Leiter des Projekts: „Der Fokus des Vorhabens liegt ganz klar auf nachhaltiger Mobilität und Energieversorgung mit Verbrennungsmotor. Darüber hinaus markiert das Projekt aber auch einen wichtigen Schritt im Engagement der WHZ für Forschung und Lehre auf dem Gebiet der angewandten Wasserstoffforschung“.

Das Projekt läuft von November 2025 bis Dezember 2027. Es wurde im Rahmen des Förderprogramms InfraProNet bewilligt, das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaates Sachsen finanziert wird.

Blick auf einen Motorenprüfstand an der Fakultät Kraftfahrzeugtechnik der WHZ
© H. Gerischer/ WHZ