Ehrliche Finder, volle Regale: Ein Blick ins Fundbüro der Stadt Zwickau

veröffentlicht am: 29.07.2026

Das Ordnungsamt informiert:

Ob Schlüsselbund, Geldbörse oder Smartphone – wer in Zwickau etwas verliert, sollte die Hoffnung nicht vorschnell aufgeben. Im Fundbüro der Stadt werden jedes Jahr zahlreiche Gegenstände abgegeben (jährlich rund 300), die von ehrlichen Finderinnen und Findern entdeckt wurden. Die Bandbreite reicht dabei von alltäglichen Dingen bis hin zu ungewöhnlichen Fundstücken.

Zu den am häufigsten abgegebenen Gegenständen zählen unter anderem (gefüllte) Rucksäcke, Laptops, Bekleidung, Handtaschen, Geldbörsen, Kopfhörer, Brillen und Schmuck. Auch größere Gegenstände wie Kindersitze, Gitarren, Bollerwagen, Rollatoren oder nahezu neuwertige Werkzeugkoffer landen im Fundbüro.

Den größten Anteil machen jedoch Schlüssel aller Art aus. Ob Wohnungs-, Haus-, Auto- oder sogar Lkw-Schlüssel – große Kartons sind mit unzähligen Exemplaren gefüllt. „Auch Handys werden häufig abgegeben. In einigen Fällen können die Besitzerinnen und Besitzer sogar direkt ermittelt werden, wenn auf dem Gerät beispielsweise eine digitale Notfall- oder Kontaktinformation hinterlegt ist oder sich über entsprechende Funktionen Hinweise auf den Eigentümer ergeben.“ so Katja Herrmann vom städtischen Fundbüro. „Dennoch bleiben viele Smartphones trotz ihres teilweise aktuellen und hochwertigen Zustands unbeansprucht. Ähnlich verhält es sich mit Fahrrädern und E-Bikes.“

Alle Fundgegenstände werden mindestens sechs Monate aufbewahrt, häufig sogar deutlich länger. Können sie innerhalb der gesetzlichen Fristen nicht an ihre Eigentümer zurückgegeben werden, gibt es verschiedene Verfahrensweisen mit den Fundstücken: Gut erhaltene und noch funktionstüchtige Gegenstände werden regelmäßig über das Online-Portal www.fundbuerodeutschland.de oder auf der Internetseite www.zoll-auktion.de (jeweils Filter „Zwickau“ eingeben) zum Kauf oder Bieten gelistet und finden dort oft eine neue Besitzerin oder einen neuen Besitzer.

Nicht mehr nutzbare oder stark beschädigte Gegenstände – etwa alte, defekte Fahrräder oder einrostende Schlüssel – werden nach Ablauf einer verlängerten Aufbewahrungsfrist entsorgt.

Das Fundbüro der Stadt Zwickau ist nicht die einzige Anlaufstelle für verlorene Gegenstände. Auch die Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau betreiben eine eigene Fundstelle für persönliche Dinge, die in Bussen und Straßenbahnen liegen geblieben sind. Beide Fundstellen arbeiten eng zusammen, unterstützen sich gegenseitig und tauschen Informationen aus, damit möglichst viele Fundstücke wieder ihren rechtmäßigen Besitzern zugeordnet werden können.

Wer einen Gegenstand vermisst, sollte nicht zögern, im städtischen Fundbüro nachzufragen. Die Erfahrung zeigt: Es gibt deutlich mehr ehrliche Finderinnen und Finder, als viele vermuten – selbst hochwertige E-Bikes, aktuelle Smartphones oder Schlüsselbunde mit liebgewonnenen Erinnerungsstücken werden häufig abgegeben.

Für eine erfolgreiche Zuordnung sollte der verlorene Gegenstand möglichst genau beschrieben werden. Ist das Fundstück vorhanden, wird ein Termin zur Abholung vereinbart. Dabei ist ein gültiger Personalausweis mitzubringen. Vor Ort erfolgt zur Sicherheit nochmals eine Überprüfung aller Angaben und ein Abgleich des gesuchten Objektes mit dem Fundstück.

Für die (erfolgreiche) Bearbeitung fällt eine Verwaltungsgebühr an, die sich am Wert des Fundstückes orientiert (mind. 5 bis max. 56 Euro).

Die Stadt Zwickau empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, die etwas verloren haben, unbedingt nachzufragen. Die Chancen stehen oft besser, als man denkt.

Kontakt:

  • Stadt Zwickau, Ordnungsamt - Fundstelle
  • Werdauer Straße 62, 08056 Zwickau, Haus 3, Zimmer 241
  • Telefon: 0375 833112

Öffnungszeiten

  • dienstags      9 bis 12 Uhr / 13 bis 18 Uhr
  • donnerstags   9 bis 12 Uhr / 13 bis 15 Uhr
Fundstücke
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