Erklärung von Oberbürgermeisterin Arndt zur Entscheidung des Aufsichtsrats der Volkswagen Group

veröffentlicht am: 04.09.2026

Das Presse- und Oberbürgermeisterbüro informiert:

Zum „Zukunftsplan 2030“, den der Aufsichtsrats der Volkswagen Group am gestrigen Donnerstag zustimmte, erklärt Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt:

„Wir sind zunächst erleichtert, dass gestern keine Werkschließung beschlossen wurde. Das wäre für Zwickau – aber auch für Emden, Hannover und Neckarsulm – ein harter Schicksalsschlag gewesen. Gerade in unserer Region hätte er fatale Folgen für den gesamten Standort und die hier lebenden Menschen gehabt. Bereits die letzten Wochen schürten nicht nur bei den Beschäftigten des Zwickauer Werks erhebliche Sorgen und Ängste.

Nun bietet sich die Chance, den Standort weiterzuentwickeln. Hier ist die Mit- und Zusammenarbeit aller gefragt, von Konzern, Werk, Beschäftigten, Arbeitnehmervertretung, Gewerkschaft und Politik. Wir sind gerne bereit, die schon bisher gute Kooperation mit der Volkswagen Sachsen GmbH fortzusetzen und zu intensivieren.

Wir erwarten aber auch, dass Aufsichtsrat und insbesondere der Konzernvorstand ihre Ankündigungen ernst nehmen, für die Werke auch über 2030 hinaus tragfähige Konzepte zu suchen und zu finden! Es gilt, mit Engagement und Entschlossenheit tatsächlich intelligente Lösungen zu entwickeln, um den Standort und Arbeitsplätze zu erhalten und um dem Werk die Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu sichern. Und wir erwarten, dass Zwickau – gerne um weitere Geschäftsfelder erweitert – Automobilstadt bleibt. Immerhin werden hier seit 122 Jahren Fahrzeuge erfolgreich entwickelt und produziert, von Horch, Audi und der Auto Union über den Trabant bis hin zu VW. Ihre Kompetenz und Innovationsfähigkeit bewiesen die Zwickauer Autobauer bereits mehrfach, nicht zuletzt durch die Transformation zu einem reinem E-Mobilitätswerk!“

Constance Arndt
© Dirk Dießel