„Erinnerungen sichtbar machen“ geht auf Wanderschaft

veröffentlicht am: 10.09.2026

Das Kulturamt informiert:

Jüdische Lebensgeschichten ab Freitag im Dom St. Marien zu sehen

Bereits von Mitte Juli bis Mitte August war die Wanderausstellung „Erinnerungen sichtbar machen“ im Zwickauer Rathaus aufgebaut. Im Mittelpunkt des deutsch-tschechischen Projektes stehen jüdische Lebensgeschichten aus Zwickau und ihrer Partnerstadt Jablonec Nad Nisou. Die Präsentation, die an die Sonderausstellung „ERINNERNS_WERT. Jüdische Spuren in Zwickau“ in den Priesterhäusern anknüpft, macht nun von Freitag (11. September) an Station im Dom St. Marien.

Jugendliche beider Städte begaben sich auf Spurensuche. So haben Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Schule Liberecká unter der Leitung von Petra Endlerová die Lebensgeschichten jüdischer Familien ihrer Stadt erforscht. In Zwickau hat das Käthe-Kollwitz-Gymnasiums im Rahmen des Projektes „Forgotten Tracks“ unter der Leitung der Lehrerin Dorit Seichter einen besonderen Zugang zu jüdischer Geschichte entwickelt. 

Die zweisprachige Ausstellung (Deutsch/Tschechisch) portraitiert den Alltag und das Leben jüdischer Familien und Gemeinden in Jablonec Nad Nisou wie auch in Zwickau. Verfolgung, Vertreibung und Ausgrenzung prägten das Leben dieser Menschen. Wer waren diese Personen? Wie lebten sie? Welche Beziehungen und Spuren hinterließen sie? Anhand historischer Dokumente, Personenstandsregister, zeitgenössischer Zeitungen wie auch Fotografien gelang es den Schülerinnen und Schülern, einzelne Biografien zu rekonstruieren und somit persönliche Geschichten sichtbar zu machen.

Alle Interessierten haben bis 4. Oktober die Gelegenheit, die Ausstellung im Dom St. Marien zu besichtigen. Geöffnet ist dieser immer mittwochs bis samstags jeweils von 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Ermäßigungsberechtigte zahlen 3 Euro. Ab 8. Oktober wandert die Ausstellung in die Hochschulbibliothek der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ). Vom 16. November bis 18. Dezember macht sie Station im Stadtarchiv, bevor sie voraussichtlich im Januar 2027 weiter zieht ins Käthe-Kollwitz-Gymnasium.

Die Wanderausstellung „Erinnerungen sichtbar machen“ im Rathaus