Priesterhäuser eröffnen Wanderausstellung zum Thema Deportation und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus

veröffentlicht am: 11.09.2026

Das Kulturamt informiert:

Festgehalten. Verschleppt in Deutschland 1938-1945 ist der Titel der Wanderausstellung, die am kommenden Dienstag, dem 15. September um 17 Uhr in den historischen Priesterhäusern eröffnet wird. Die von der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus organisierte Ausstellung thematisiert das Schicksal hunderttausender Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus aus dem Deutschen Reich verschleppt und zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Zu sehen ist die Schau bis zum 28. November 2026.

Die Wanderausstellung des Kooperationsprojekts LastSeen. Bilder der NS-Deportationen beleuchtet nicht nur die Mechanismen der Verschleppung, sondern richtet den Blick auf die Rolle des Publikums. Ausgewählte Fotografien belegen, wie Deportationen am helllichten Tage und damit unter den Augen vieler Mitbürger, Nachbarn, Bekannter und Freunde stattfanden. Was veranlasste Menschen, diese entsetzlichen Szenen zu dokumentieren, und was verraten diese Bilder über diejenigen, die zuschauten, wegschauten oder sich an Verrat und Verschleppung beteiligten? 

Den passenden inhaltlichen Aufschlag zum Thema wird Dr. Ramona Bräu-Herget vom Arolsen Archives, dem internationalen Zentrum zur Erforschung, Dokumentation und Vermittlung der Geschichte der NS-Verfolgung und ihrer Folgen, geben. Dr. Alexander Walther vom Projektteam TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 erläutert im Rahmen der Eröffnung den historischen Hintergrund für Sachsen und bettet die Ausstellung in das aktuell laufende Themenjahr ein. Die Ausstellung wird gefördert von der Alfred Landecker Foundation.

Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten ist die Teilnehmerzahl für die Eröffnungsveranstaltung jedoch begrenzt. Interessierte Besucherinnen und Besucher werden deshalb gebeten, sich vorab per Mail unter priesterhaeuserzwickaude oder telefonisch unter 0375 834551 anzumelden. 

Plakat der Wanderausstellung