Kommunales Energiemanagement

Die kommunalen Gebäude und Liegenschaften der Stadt Zwickau benötigen Energie für Wärme, Strom und weitere technische Anlagen. Die damit verbundenen Energieverbräuche und -kosten stellen einen wichtigen Faktor für einen wirtschaftlichen und nachhaltigen Gebäudebetrieb dar.

Mit dem kommunalen Energiemanagement werden die Energieverbräuche der städtischen Gebäude systematisch erfasst und ausgewertet. Dadurch können Auffälligkeiten und Einsparpotenziale frühzeitig erkannt und der Gebäudebetrieb kontinuierlich verbessert werden. Ziel ist es, Energieverbrauch und Energiekosten dauerhaft zu reduzieren und gleichzeitig einen Beitrag zum kommunalen Klimaschutz zu leisten.

Was ist kommunales Energiemanagement?

Kommunales Energiemanagement bezeichnet die systematische und kontinuierliche Erfassung, Auswertung und Steuerung der Energieverbräuche kommunaler Gebäude und Liegenschaften. Ziel ist es, den Energieeinsatz transparent zu machen, unnötige Verbräuche zu erkennen und den Gebäudebetrieb dauerhaft zu optimieren.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf nicht- und geringinvestiven Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise die Optimierung von Betriebszeiten und Einstellungen technischer Anlagen, die frühzeitige Erkennung ungewöhnlicher Verbrauchsentwicklungen sowie die Anpassung des Anlagenbetriebs an die tatsächliche Nutzung der Gebäude.

Grundlage hierfür ist ein kontinuierliches Energiecontrolling. Die vorhandenen Verbrauchsdaten werden regelmäßig ausgewertet, um Entwicklungen und Auffälligkeiten frühzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen ableiten zu können. Ergänzt wird dies durch die Zusammenarbeit mit den für die Gebäude und technischen Anlagen zuständigen Bereichen sowie den Gebäudenutzern.

Kommunales Energiemanagement in Zwickau

Die Stadt Zwickau baut seit 2023 schrittweise ein systematisches Energiemanagement für ihre kommunalen Gebäude und Liegenschaften auf. Dabei wird auf bereits vorhandenen Strukturen und Datengrundlagen der kommunalen Gebäudebewirtschaftung aufgebaut und das Energiecontrolling systematisch weiterentwickelt.

Die erfassten Energie- und Wasserverbräuche bilden hierfür eine wesentliche Grundlage. Im Rahmen des Energiemanagements werden diese Daten systematisch ausgewertet, Verbrauchsentwicklungen analysiert und Auffälligkeiten näher untersucht.

Neben der Verbrauchsanalyse werden die Gebäude und ihre technischen Anlagen betrachtet. Betriebsweisen und Einstellungen werden überprüft und gemeinsam mit den jeweils zuständigen Bereichen Möglichkeiten zur energetischen Optimierung entwickelt und umgesetzt.

Ziele des kommunalen Energiemanagements

Ziel des kommunalen Energiemanagements ist es, den Energieeinsatz in den städtischen Gebäuden dauerhaft zu optimieren und damit Energieverbräuche, Energiekosten und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere:

  • die kontinuierliche Überwachung und Analyse der Energie- und Wasserverbräuche,
  • das frühzeitige Erkennen von Auffälligkeiten und vermeidbaren Mehrverbräuchen,
  • die Optimierung des Betriebs gebäudetechnischer Anlagen,
  • die Erschließung insbesondere nicht- und geringinvestiver Einsparpotenziale,
  • die Verbesserung und Verknüpfung der für das Energiemanagement erforderlichen Datengrundlagen sowie
  • die Schaffung einer belastbaren Grundlage für die Bewertung und Priorisierung weiterführender energetischer Maßnahmen.

Das Energiemanagement soll damit langfristig als fester Bestandteil einer wirtschaftlichen und energieeffizienten Bewirtschaftung der kommunalen Gebäude etabliert werden.

Kommunales Energiemanagement in der Praxis

Im Rahmen des kommunalen Energiemanagements werden die gewonnenen Erkenntnisse zunehmend für die energetische Bewertung und Optimierung der kommunalen Liegenschaften genutzt.

Dazu zählen beispielsweise die energetische Optimierung des Betriebs technischer Anlagen, wie die Anpassung der Heizungsregelung in der Humboldtschule, sowie die fachliche Begleitung bei der Erneuerung von Anlagentechnik. Darüber hinaus unterstützt das Energiemanagement bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien, beispielsweise bei der Installation von Photovoltaikanlage, wie am Verwaltungszentrum Werdauer Straße.

Auf diese Weise fließen die Erkenntnisse des Energiemanagements sowohl in kurzfristig umsetzbare Betriebsoptimierungen als auch in die Vorbereitung und Bewertung weiterführender energetischer Maßnahmen ein.

Förderung durch die Nationale Klimaschutzinitiative

Logo: Gefördert durch Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags - Nationale Klimaschutzinitiative

Die Einführung und der Aufbau des kommunalen Energiemanagements der Stadt Zwickau werden durch den Bund im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert. Für das Vorhaben „KSI: Implementierung und dauerhafter Betrieb eines Energiemanagementsystems (EMS) in der Stadt Zwickau“ (Förderkennzeichen 67K22876) beträgt die Förderquote 70 Prozent. Projektträger ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.  Die Projektlaufzeit erstreckt sich vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2026.

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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zuständig

  • Sachgebiet Umwelt und Klima

    Christoph Mewes

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