Rückblick auf die bisherigen Netzwerktreffen

2019: Symposium am 20. Juni zeigte zukunftsträchtige Themen im Automotive-Bereich

Beim 3. Symposium Automotive & Mobility (SAM) tauschten sich Experten der Automobilindustrie mit Studierenden und Schülern sowie interessierten Besuchern über die Zukunftsthemen in der Automotive-Branche aus und diskutierten darüber, welche Chancen dies für die Region eröffnet.

SAM übernimmt als Netzwerkplattform eine wichtige Rolle, wenn es darum geht zu zeigen, welche Technologien und Themen unsere „Mobilität von morgen“ verändern. Dabei geben Fachvorträge namhafter Referenten aus der Automobilindustrie wichtige Impulse, welche Chancen sich aus den zukünftigen Themen für die Region Westsachen ergeben. Die Eventausstellung auf dem Hauptmarkt gab den 250 Teilnehmern die Gelegenheit innovative Fahrzeuge und zukunftsweisende Konzepte hautnah zu erleben. Darüber hinaus verbindet das Symposium die verschiedenen Akteure der Automobilindustrie mit jungen Fachkräften von morgen, um diesen Einstiegsmöglichkeiten in der Region aufzuzeigen.

Referenten teilen ihre Visionen mit den Zuhörern

Gerd Rupp, Geschäftsführer der Porsche Leipzig GmbH, eröffnete die Vortragsreihe mit einem Ausblick auf die Entwicklung des Porsche-Universums bis 2025. Hybridantriebe, vollelektrische Fahrzeuge, Ladesäuleninfrastruktur im Werksgelände – in den nächsten 6 Jahren wird man viel aus Leipzig hören.

Karsten Schulze, Geschäftsführer der FDTech GmbH aus Chemnitz, gab ein realistisches Bild von der Zukunft des autonomen Fahrens: Bis 2025 sei man vermutlich soweit, in abgrenzbaren Umgebungen wie Parkhäusern oder auf Autobahnen autonomes Fahren zu ermöglichen. Andernorts wären die Einflussfaktoren allerdings zu vielfältig, als dass man bis dahin alle Hürden überwinden könne. Er ermutigte jedoch alle Besucher, nicht zuerst die Risiken zu bedenken, sondern die Möglichkeiten, die dadurch eröffnet würden. Gleiches gelte für die Gründung eines Unternehmens: Nirgendwo könne man sich so frei entfalten wie im eigenen Betrieb.

Einer, der diesen Schritt gewagt hat, ist Michael Jakob. Gemeinsam mit Fabian Liesch gründete er 2015 die Alpha Sigma GmbH, welche sich auf die Herstellung und Verarbeitung von Basalt-Fasern spezialisiert hat. Auf humorvolle Weise schilderte Jakob, welche Hindernisse man mit einer guten Geschäftsidee überwinden muss, bevor diese den Markt erobern kann. Egal ob Gründerstipendium oder Anschaffung von Spezialmaschinen – bei allen Herausforderungen  gilt es, mit Durchhaltevermögen, der Unterstützung von Familie und Freunden im Rücken und dem Ziel vor Augen die richtigen Leute zur richtigen Zeit zusammenzubringe, um step by step seine Visionen umzusetzen.

Joey Kelly motiviert, Ziele zu erreichen

Als Keynote-Speaker unterstreicht Joey Kelly die Fähigkeit eines jeden seine Ziele zu erreichen, wenn der eigene Wille stark genug ist. In seinem Vortrag „NO LIMITS“ beschreibt er seinen Weg zum Ausdauersportler und wie er es schafft seine sportlichen Ziele selbst unter Extrembedingungen immer wieder zu meistern. „Wenn wir unsere Komfortzone verlassen, merken wir erst, wozu unser Körper fähig ist und was wir als Menschen leisten können.“ Bei all seinen Erfolgen ist Joey Kelly immer auf dem Boden der Tatsachen geblieben, weil er jeden neuen Tag mit Demut annimmt und dankbar dafür ist, welche Möglichkeiten er hat, seine Träume zu verwirklichen.

Die gewonnenen Impulse konnten die Besucher bei der Eventausstellung auf dem Hauptmarkt mit den Ausstellern diskutieren. 18 Unternehmen aus der Region Westsachsen, darunter namhafte Akteure wie das Zwickauer Unternehmen FES GmbH Fahrzeugentwicklung Sachsen oder die Porsche Leipzig GmbH sowie junge Unternehmen wie die FDTech GmbH aus Chemnitz oder die Zwickauer Start-ups Pendix GmbH und Alpha Sigma GmbH präsentierten innovative Fahrzeuge und Mobilitätskonzepte der Zukunft. Eine der Mitmachaktionen war der Fahrsimulator mit dem Porsche Panamera, den die Besucher am Stand der Westsächsischen Hochschule Zwickau einmal selbst ausprobieren konnten.

Prof. Richter, als einer der Veranstalter verdeutlicht die Notwendigkeit des Symposiums: „Zwickau, als eine der Wurzeln der Automobilindustrie, braucht junge Leute, um das Rad weiter zu drehen und die Industrie der Stadt und Region mit Nachwuchskräften zu verstärken.“

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Spot 2019

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2018: "E-Mobilität auf dem Weg vom Nischen- zum Volumenprodukt"

Als Netzwerk-Plattform übernimmt das Symposium „Automotive & Mobility“ (SAM) eine Schlüsselrolle, zukunftsweisende Technologien des digitalen Zeitalters in der Automobilindustrie und sich daraus ergebende Chancen für die Region aufzuzeigen. Ziel ist auch, verschiedene Akteure der Branche mit jungen Fachkräften zusammenzubringen.

Am 28. Juni 2018 fand die zweite Auflage von SAM statt. Mehr als 200 Teilnehmer kamen ins Zwickauer Rathaus und auf den Hauptmarkt. Experten diskutierten dabei mit Schülern und Studierenden über die Zukunft der Automobilregion. Als Keynote-Speaker stellte Thomas Ulbrich, Vorstand für E-Mobilität der Marke VW und Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Sachsen GmbH, die Perspektiven für den Volkswagen-Standort Zwickau vor. 1,2 Milliarden Euro investiert der Konzern in den kommenden Jahren, um sein Werk in Zwickau-Mosel komplett umzurüsten. Mehr als 300.000 E-Fahrzeuge sollen hier perspektivisch vom Band laufen. „E-Mobilität ist auf dem Weg vom Nischen- zum Volumenprodukt. Und wir als Volkswagen können Volumen“, macht Thomas Ulbrich deutlich.

Wie vielschichtig das Thema Elektromobilität ist, veranschaulichten weitere hochkarätige Referenten, unter anderem von der IAV Chemnitz, der Fahrzeugentwicklung Sachsen (FES), der BMW Group und der IndiKar Individual Karosseriebau GmbH. Dabei ging es nicht nur um die Frage des Antriebs, sondern auch um Themen wie autonomes Fahren, intelligente Vernetzung von Fahrzeugen und den Wandel des Autos hin zum „mobilen Lebensraum“.

„Der Umbruch in der Automobilindustrie bietet jungen Ingenieuren unfassbar viele neue und spannende Aufgaben – gerade auch hier in der Region. Das den Schülern und Studierenden zu vermitteln, ist ein Hauptanliegen des Symposiums Automotive & Mobility“, erklärt Prof. Dr. Matthias Richter, Vorstand des Forschungs- und Transferzentrums und Professor für EMV und Nachrichtentechnik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Er hat die Veranstaltung gemeinsam mit dem Büro für Wirtschaftsförderung der Stadt Zwickau organisiert. „Der Mehrwert einer solchen Veranstaltung wächst mit den Möglichkeiten, sich zu vernetzen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass wir die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr noch einmal steigern konnten“.

Die folgenden Bilder zeigen Impressionen von SAM 2018 und der ersten Veranstaltung 2017: