Starker Austausch und große Resonanz
Am 24. März 2026 fand im Zwickauer Rathaus bereits zum dritten Mal die Kooperationsbörse des AkkumulatorenCampus Zwickau statt. Rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 17 Aussteller aus Unternehmen, Forschung und Institutionen kamen zusammen. Wie gewohnt stand der intensive fachliche Austausch im Mittelpunkt: In zahlreichen Gesprächen wurde diskutiert, vernetzt und an neuen Ideen gearbeitet.
Praxisnahe Impulse für Unternehmen der Region
Die sechs Fachvorträge informierten über aktuelle Entwicklungen in der Branche und gaben einen Ausblick auf mögliche zukünftige Wertschöpfungsbereiche für die Unternehmen im AkkuCampus.
Besonders praxisnah war der Impulsvortrag der Wirtschaftsförderung Sachsen. Im Fokus stand die Frage, wie Unternehmen der Region erfolgreich in die hochreglementierte Lieferkette der Defence-Branche einsteigen können. Dabei wurde deutlich: Viele Unternehmen verfügen bereits über sehr hohe fachliche und organisatorische Kompetenzen – entscheidend ist nun, diese gezielt sichtbar zu machen und strukturiert in die entsprechenden Lieferketten einzubringen. Referent Uwe Müller ist seit Anfang 2026 Branchenleiter für Defence bei der Wirtschaftsförderung Sachsen und bringt mehr als 25 Jahre Praxiserfahrung mit.
Martin Lippmann, Inhaber des neu gegründeten Zwickauer Unternehmens Averon Technologies GmbH, stellte den Enerloop vor - einen eigens entwickelten Hochvoltentlader, der gleichzeitig Batterien verschiedenster Bauformen und Zustände sicher entladen und die dabei gewonnene Energie ins betriebseigene Hausnetz einspeisen kann.
Einen weiteren regionalen Akzent setzte Wolfram Cüppers, Inhaber von LADE FIX, als „Lokalmatador“ im Bereich Ladeinfrastruktur. In seinem Impuls warb er dafür, Ladeinfrastruktur direkt aus erneuerbaren Energien zu speisen und damit nachhaltige Lösungen konsequent und praxisnah umzusetzen.
Alexander Kabardiadi‑Virkovski, Gruppenleiter für Oberflächenmesstechnik am Fraunhofer Anwendungszentrum für Optische Messtechnik und Oberflächentechnologien erläuterte, wie KI-basierte Messtechnik im Labor erprobt wird und erfolgreich für industrielle Prozesse genutzt werden kann. Das Zwickauer Forschungsinstitut unterstützt Unternehmen dabei gezielt in konkreten Anwendungsfällen und begleitet sie von der ersten Idee bis zur praktischen Umsetzung.
Eine vergleichbare Begleitung bietet auch die Chemnitzer Hörmann Rawema Engineering & Consulting GmbH: Das Unternehmen unterstützt Betriebe dabei, passgenaue Fertigungslösungen zu entwickeln und moderne Produktionsanlagen sowie komplette Fabriken zu planen und umzusetzen.
Udo Schleif richtete den Blick noch einmal auf einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor, der auch in der Region Zwickau immer größere Bedeutung gewinnt: Die Circular Economy. Seit Jahresbeginn ist Udo Schleif Koordinator für Kreislaufwirtschaft im AMZ – Netzwerk Automobil Zulieferer Sachsen. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Industrie liegt sein Fokus auf der strategischen Entwicklung von innovativen Projekten, der Stärkung regionaler Kompetenzen und darin, Kreislaufwirtschaft als konkreten Wettbewerbsfaktor nutzbar zu machen. Davon können nicht zuletzt die Unternehmen im AkkumulatorenCampus profitieren.
AkkumulatorenCampus als zukünftiges Technologiecluster
Als Organisator des Netzwerkes gab auch die Wirtschaftsförderung der Stadt Zwickau einen wichtigen Zukunftsimpuls in die Runde: Die Weiterentwicklung des AkkumulatorenCampus Zwickau zu einem Technologiecluster Batterie. Das bestehende Netzwerk aus rund 70 Unternehmen und Institutionen bildet dafür bereits eine sehr starke Basis. Ziel eines solchen Innovationsclusters ist es, Innovationsprozesse gezielt zu beschleunigen, den Technologietransfer zu stärken, die Marktdurchdringung zu unterstützen und die Sichtbarkeit des Standorts weiter zu erhöhen. Gemeinsam mit Partnern – insbesondere der Westsächsischen Hochschule Zwickau – wird aktuell daran gearbeitet, ein entsprechendes Projekt in den Masterplan Südwestsachsen zu integrieren. Die Netzwerkpause wurde intensiv genutzt, um wertvolle Impulse der Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Weiterentwicklung des AkkumulatorenCampus zu erhalten.
Allen Vortragenden, Ausstellern und Netzwerk-Teilnehmern danken wir für ihr Engagement und den gewinnbringenden Austausch.
Das nächste Netzwerktreffen findet am 18. Juni im Rahmen der Zwickauer Mobilitätstage statt.